Ferienspaß

Kinder bringen rollende Bretter schnell unter Kontrolle

Till (7) hat beim Ferienspaß-Skateboardkursus in Hattingen gleich sein erstes Erfolgserlebnis.

Till (7) hat beim Ferienspaß-Skateboardkursus in Hattingen gleich sein erstes Erfolgserlebnis.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Hattingen.  In einem Ferienspaß-Angebot in Hattingen erlernen Kinder das Skateboard-Fahren. Ohne Schutzausrüstung startet niemand – das ist auch besser so.

Mut haben sie alle, wenn sie auf den rollenden Brettern im Skatepark Hattingen stehen. Doch nur auf den Boards zu stehen, reicht den Kindern, die mitmachen beim Ferienspaß-Angebot, nicht aus: Sie wollen sich an Rampen ausprobieren, die Hügel hinauffahren und die Treppen herunterbrettern.

Schnell haben die Sechs- bis Zwölfjährigen heraus, wie es funktioniert. Auf dem Board zu stehen, klappt auf Anhieb und mit dem ersten Anschwung rollen sie schon ein paar Meter weit. Die Balance dabei zu halten, ist oberstes Gebot, aber für die sportlichen Kinder eigentlich kein Problem.

Skateboard-Trainer Andreas Wolf zeigt beim Hattinger Ferienspaß das schnelle Anhalten

Skateboard-Trainer Andreas Wolf zeigt als nächstes, wie man das schmale Brett in die Richtung lenkt, in die man möchte. Und natürlich zeigt er auch, wie das Skateboard auf schnellste Weise anzuhalten ist.

Kurven zu fahren, ist allerdings schon schwieriger. Es kommt zu den ersten kleineren Karambolagen und Stürzen, doch die Kinder sind bestens geschützt. Hand-, Ellenbogen- und Knieschützer sind Pflicht und am wichtigsten ist der Helm.

Kurven nach links und Kurven nach rechts sehen leicht aus

Pink ist der Kopfschutz von Luisa, die den Bogen schnell heraus hat. Kurven nach links und Kurven nach rechts sehen bei ihr ziemlich leicht aus. Über die kleine Rampe kommt sie auch schon – und das nach nicht einmal einer Stunde Übung. Der Erfolg stellt sich schnell ein. Und weil das alles schon so gut funktioniert, versucht sie sich sogleich an der Treppe.

Mit beiden Händen hält sich die Achtjährige zunächst am Geländer fest, der linke Fuß steht mittig auf dem Brett. Mit dem rechten Fuß tritt Luisa auf das Brett-Ende, um das Board ein wenig anzuheben. Beim ersten Versuch, die Stufen herunterzugleiten, rutscht ihr das Board jedoch unter den Füßen weg, ein kleiner Sturz ist unvermeidlich, aber geschickt fängt sie sich ab.

Misslungene Versuche schrecken die jungen Skateboarder nicht ab

Der erste misslungene Versuch schreckt sie keinesfalls ab. Sie will es schaffen. Langsam und kontrolliert versucht sie es noch einmal. Und dieses Mal nimmt sie konzentriert Stufe für Stufe bis sie strahlend den geraden Untergrund erreicht – geschafft.

Um Luisa herum wuseln die anderen elf jungen Teilnehmer, die nun täglich an ihren Fertigkeiten auf dem Holzbrett feilen. Leiter Andi fährt auf seinem Board um die Hindernisse herum und guckt gespannt zu, wie sich die Kinder auf ungewohnten Rollbrettern machen.

Andreas Wolf bietet den Kursus in Hattingen seit 2006 an

Seit 2006 bietet er den Kursus bereits zusammen mit der Stadt im Rahmen des Ferienspaßes an. Beigebracht hat er sich das Skateboardfahren selbst. „Früher gab es ja niemanden, der einem zeigen konnte, wie es geht“, sagt Andreas Wolf und ergänzt: „Das ist zum Glück ja heute anders.“

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