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Kreisreiterverband appelliert an Reiter und Radfahrer

Fußgänger und vor allem Radfahrer sollten nicht auf Reitwegen gehen bzw. fahren. Reiter sollten ebenfalls Rücksicht nehmen, fordert der Kreisreiterverband.

Foto: Fischer

Fußgänger und vor allem Radfahrer sollten nicht auf Reitwegen gehen bzw. fahren. Reiter sollten ebenfalls Rücksicht nehmen, fordert der Kreisreiterverband.

Ennepe-Ruhr.  Um Probleme zu vermeiden, fordert der Kreisreiterverband: Benehmen sollte selbstverständlich sein. Auch Radfahrer auf Reitwegen sind ein Problem.

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Auf den Wegen im Wald kann es seit Anfang des Jahres voller werden. Denn Reiter dürfen Waldwirtschaftswege benutzen. Damit die gemeinsame Nutzung von Fußgängern und Reitern funktioniert, braucht es nach Ansicht von Wolfgang Trilling, zweiter Geschäftsführer des Kreisreiterverbandes und Beauftragter für Reitwege, vor allem eines: gegenseitige Rücksichtnahme.

„Es sollte für die Reiter eigentlich selbstverständlich sein, sich zu benehmen“, sagt Trilling. Dazu gehöre, dass außerhalb der Reitwege nicht galoppiert, sondern Schritt geritten werde und bei schlechtem Wetter nicht auszureiten, um die Wege zu schonen. Außerdem müssten sich die Reiter bewusst sein, was für eine Außenwirkung ihre Tiere haben. „Bei großen Pferden kann einem als Fußgänger schon mal mulmig werden.“

Unwissenheit der Reiter ist ein Problem

Problematisch sei vor allem die Unverschämtheit und Unwissenheit einiger Reiter. Es müsse Aufklärungsarbeit geleistet werden, was erlaubt ist und was nicht. Als Reiter solle man sich dabei nicht „aufs hohe Ross setzen“, sondern versuchen, sich selbst zu informieren. Denn generell können nach seiner Ansicht alle Reiter sehr zufrieden mit den neuen Regelungen sein. „Das sollten sie nicht mit Füßen treten“, sagt Trilling, der selbst reitet. Er glaube ebenso wie der Kreis, dass die neuen Regeln problemlos klappen können: „Nur die Reiter können uns jetzt noch das Gegenteil beweisen.“

Auf der anderen Seite dürfe man nicht nur die Reiter verurteilen. Genauso wie ausgeschilderte Fußwege weiterhin tabu seien für Reiter, dürften auch Fußgänger und Radfahrer nicht auf den Reitwegen unterwegs seien. Aber an diese Regel halte sich niemand, sagt Trilling. Besonders Fahrradfahrer seien ein großes Problem. „Die fahren Rillen in die Böden, die der Regen ausspült.“ Bei Pferdehufen passiere das nicht.

Insgesamt zeigt Trilling sich aber optimistisch: „Wenn sich sowohl Reiter als auch alle anderen Wegbenutzer anständig benehmen, dürfte es nirgendwo ein Problem geben.“

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