Segway-Tour

Mit dem Stehroller auf den Spuren Hattinger Geschichte

Mit dem Segway durch Hattingen: Das ist ein neues, geführtes Angebot von Hattingen Marketing und Sanfte-Touren.de.

Mit dem Segway durch Hattingen: Das ist ein neues, geführtes Angebot von Hattingen Marketing und Sanfte-Touren.de.

Foto: Fischer

Hattingen.   Die Segway-Touren von Sanfte-Touren.de in Kooperation mit Hattingen Marketing sollen Kultur mit Spaß vermitteln. Das gelingt.

Von erstaunt bis freundlich reichen die immer interessierten Blicke, die die Gruppe Segway-Fahrer treffen, die durch die Hattinger Altstadt fahren. Denn noch ist der Stehroller ein seltener Anblick. Nicht mehr lange: Segway-Touren bietet Hattingen Marketing künftig in Kooperation mit der Firma Sanfte- Touren.de an.

Um da mitzumachen, ist keine Erfahrung erforderlich. Auf dem Parkplatz an der Henrichshütte lädt Kirsten Behnke von Sanfte-Touren.de die Segways aus, verteilt Helme und Audio-Empfänger, damit jeder Teilnehmer auch den Worten des Tourführers lauschen kann. Vier sind es insgesamt in Hattingen, die die 75-minütige Tour leiten können. Die schlägt den Spannungsbogen von der Industriekultur hin zur historischen Altstadt.

Die Einführung ist rasch erledigt

Die Einführung ist rasch erledigt: Beide Füße auf der Plattform lassen. Nie seitlich abspringen. Die Räder dürfen seitlich nicht mit irgendetwas in Kontakt kommen. Hände am Lenker halten. Körper nach vorne lehnen und das Gefährt beschleunigt. Zurücklehnen bedeutet Bremsen. Ruckzuck haben auch Anfänger den Segway unter Kontrolle, lenken ihn, indem sie die Haltestange nach links oder rechts bewegen. Sogar kleine Hindernisse wie Bordsteinkanten sind gut zu meistern. Etwas in die Knie zu gehen, ist dabei allerdings hilfreich.

Vor gut einem halben Jahr unterbreitete Behnke Hattingen-Marketing-Chef Georg Hartmann die Segway-Tour-Idee. „Zusammen haben wir die Tour ausgearbeitet, dann noch die verkehrsrechtlichen Genehmigungen beispielsweise zum Befahren der Altstadt eingeholt“, sagt Hartmann. Mitfahren können Kinder ab 15 Jahren, Mindestvoraussetzung ist ein Mofa-Führerschein. „Wir wollen Kultur vermitteln mit Spaß“, erklärt Hartmann.

Information übers Industriegebiet

Langsam setzt sich die Gruppe am Industriemuseum in Bewegung, blickt erst hoch zum Hochofen und fährt dann Richtung Leinpfad. Hartmann berichtet, dass das Industriegebiet gut ausgelastet ist, preist kurz darauf den Minigolfplatz mit mietbarem Grill an. Die Gruppe meistert den Bahnübergang. Am Fluss liegt ein Paar auf der Wiese, das den Fahrern zuwinkt. Und auch die Männer, die am Landhaus Grum den Spielplatz sommerfit machen, blicken herüber. Alle duzen sich auf der Tour, denn „das ist ja Freizeit“, sagt Kirsten Behnke fröhlich. Gute Laune ist beim Segway-Fahren vorprogrammiert. Mit jedem Meter gewinnen die Teilnehmer mehr Fahrsicherheit. Sechs Kilometer lang ist die Tour. Der Segway könnte 23 km/h schnell fahren, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf dem Leinpfad liegt aber bei zehn. Sein Surren erinnert an ein Küchenrührgerät.

Vorbei geht’s am Biotop im Henrichspark, hoch zur Bahnhofstraße und ab in die Innenstadt, gleich ob Pflaster, Asphalt, Schotter – problemlos fährt der Segway auf unterschiedlichstem Grund. Angekommen im Krämersdorf gelingt es längst allen, das Gefährt beim Stehen ganz ruhig zu halten. Bei manchem stellt sich eine wahre Segway-Euphorie ein. Spaß pur. Die Gruppe klingelt am Alten Rathaus einem frisch getrauten Paar zu. Das freut sich über die ungewöhnlichen Glückwünsche. Eine Pause auf dem Kirchplatz ist angenehm: Das Füßevertreten tut gut nach dem Stehen auf dem Segway – bevor es mit Lächeln im Gesicht zurück geht.

Start und Ziel: Parkplatz an der Henrichshütte, Werksstraße 31-33, Dauer: 75 Minuten, Preis: 39 Euro, Anmeldung: https://sanfte-touren.de/touren/hattingen-tour.html

Termine: Sonntag, 9. April, 10 Uhr, Sonntag, 14. Mai, 16 & 17.30 Uhr, Pfingstmontag, 5. Juni, 16 & 17.30 Uhr, Sonntag, 16. Juli, 10 & 11.30 Uhr, Sonntag, 24. September, 10 & 11.30 Uhr.

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