Mülltrennung

Mülltonnen in Hattingen werden kontrolliert und markiert

Bürgermeister Dirk Glaser, Abfallberaterin Cornelia Padtberg und Karina Birka vom EN-Kreis kontrollieren und bekleben die ersten Mülltonnen in Hattingen.

Bürgermeister Dirk Glaser, Abfallberaterin Cornelia Padtberg und Karina Birka vom EN-Kreis kontrollieren und bekleben die ersten Mülltonnen in Hattingen.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Hattingen verteilt Aufkleber auf Mülltonnen. Sie sollen für die richtige Mülltrennung sorgen. Nur bestimmte Mülltüten dürfen in den Biomüll.

Um die Hattinger zu einer besseren Mülltrennung zu animieren, startet die Stadt eine neue Offensive. Jede Restmülltonne, die kontrolliert wurde, bekommt ab sofort einen grünen Aufkleber mit der Aufschrift „Kein Biomüll in die Restmülltonne“. Dabei werden nicht nur die Tonnen beklebt, in denen falsch eingeworfener Biomüll gefunden wurde, sondern alle kontrollierten Mülltonnen.

Als am Mittwoch die ersten Aufkleber verteilt wurden, war die Bilanz ernüchternd: In jeder der überprüften grauen Tonnen fand sich schon auf den ersten Blick Biomüll. Meist sind es Küchenabfälle, die falsch einsortiert werden. In die braune Tonne gehöre aber neben Grünschnitt alles vor und nach dem Kochtopf, machen die Abfallberater von Stadt und Kreis deutlich.

Beutel aus Mater-Bi oder Ecovio

Sie empfehlen die Nutzung spezieller Biomüll-Tüten – entweder aus Papier oder die vom Kreis zugelassenen Beutel aus Mater-Bi oder Ecovio. Nur dieser wasserdichte Kunststoffersatz ist innerhalb der 30 Tage zersetzt, die er in der Biogasanlage dafür Zeit hat. 25 Beutel gibt es für drei Euro in den städtischen Abgabestellen.

Mit der Biogasanlage versorgt der EN-Kreis 2500 Haushalte mit Strom. Abfall-Expertin Elisabeth Henne verdeutlicht: „Eine Bananenschale gibt 34 Minuten Licht, aber nur, wenn sie im Biomüll landet.“

Strafe für falsche Mülltrennung

Zudem gilt die falsche Trennung nun als Ordnungswidrigkeit. Die Strafzahlung dafür werde nicht unter 100 Euro liegen, kündigt Henne an. Zunächst setzt man aber auf die Einsicht der Bürger. Allerdings: „Wir haben vom Kreistag eine Frist von einem Jahr bekommen, um deutlich etwas zu verändern. Sonst müssen wir zu Bußgeldern greifen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben