Radwegebau

Neue Radwegbrücke am Deilbach in Nierenhof ist montiert

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Millimeterarbeit: Von Hand und per Seil manövriert, senkte sich die Aluminiumkonstruktion exakt in die beiden Brückenwiderlager.Foto:Uwe Möller

Millimeterarbeit: Von Hand und per Seil manövriert, senkte sich die Aluminiumkonstruktion exakt in die beiden Brückenwiderlager.Foto:Uwe Möller

Hattingen.  Mit Verspätung traf die 17-Meter-Brücke für den Radweg am Deilbach zwischen Langenberg und Niederbonsfeld ein. Die Montage verlief reibungslos.

Sie kam, noch bevor der Tag anbrach. Bis kurz vor 10 Uhr dauerte es, bis sie endlich „am Haken“ des Autokrans hing. Und nicht mal eine Stunde später war dann – dank akribischer Vorarbeit – alles erledigt: Mit fast vierwöchiger Verspätung konnte die Brücke für den neuen Radweg Nierenhof über Niederbonsfeld nach Kupferdreh in ihre Widerlager gelegt werden.

Eine Montage, die eigentlich bereits für Ende September vorgesehen war. Und tatsächlich hatte die knapp 17 Meter lange und rund drei Meter breite Aluminiumkonstruktion beim Hersteller, einer auf Brückenbauten spezialisierte Firma am Bodensee, damals auch schon bereitgelegen. Fehlende Genehmigungen des Landes Hessen für den Transport der sieben Tonnen schweren Brücke hatten wiederholt für Verzögerungen gesorgt (die WAZ berichtete mehrfach).

Kosten für Aluminiumbrücke betragen 145 000 Euro

Entsprechend groß war die Erleichterung aller am Radwegbau Beteiligten, als das Einheben des 145 000 Euro teuren Aluminium-Beton-Bauwerkes problemlos vonstatten ging. „Jetzt sollten wir es schaffen, die Arbeiten am 1,2 Kilometer langen Teilstück des Radwegs auf Velberter Seite bis zum Jahresende abzuschließen“, zeigte sich auch Landschaftsbauer Ronald Gaida zuversichtlich.

Wobei in diesen Wochen noch einiges zu tun bleibt. Neben den Anschlussarbeiten an den beiden Widerlagern der Brücke kann nun auch die Asphaltdecke zwischen Brücke und Ziegeleiweg aufgebracht werden. Das nämlich hätte vorher kaum Sinn gemacht – wäre eine neue Asphaltdecke doch durch dem Schwerlasttransporter bei Anlieferung der Brücke unweigerlich wieder zerstört worden.

Im Bereich des Deilbachs, wo der Radweg beidseitig im Bogen auf die neue Brücke führt, müssen noch die Geländer angebracht werden. Auch das Gelände entlang des Radwegs bedarf noch einiger gestalterischer Arbeiten. Und auch das Anbringen der Beschilderung steht für die Radwegbauer noch auf der „To-do-Liste“.

Auch Essener bauen neue Brücke

Viel zu tun gibt es aber auch noch für das Team, das auf der Essener Seite den Radwegbau vorantreibt. So soll in der zweiten Novemberwoche auch an der ehemaligen Ziegelei Timpe eine neue Brücke errichtet werden. Von den ursprünglichen Plänen, die dort gelegene alte Wirtschaftswegbrücke des Ruhrverbandes lediglich für eine öffentliche Nutzung zu „ertüchtigen“, habe man leider Abstand nehmen müssen, erklärt Gaida. Denn: „Die Brücke war noch in Ordnung, aber ihre Widerlager waren hin.“

Ähnliche Probleme also wie auf Velberter Seite, wo 24 rund 14 Meter tiefe Beton-Bohrpfähle zur Widerlagergründung der Brücke in die Uferböschung des Deilbachs gesetzt werden mussten – was die Arbeiten fast ein Jahr verzögerte.

Auch der Bürgerverein Velbert-Nierenhof wird demnächst noch in die Arbeiten einsteigen: „Wir wollen kurz vor der Brücke einen Rastplatz mit Tischen und Bänken anlegen“, verriet Vorsitzender Stephan Simmet. Gespräche darüber, wie dieser etwa 16 Quadratmeter ­große Platz gestaltet werden solle, führe man derzeit bereits mit den Technischen Betrieben und mit der „Soko“ Langenberg, so Simmet im WAZ-Gespräch.

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