Fest der Autoparty

Neuer Wind weht beim Fest der Autoparty in Hattingen

Brigitte Jäger und Ulrich sitzen beim Fest der Autoparty am Industriemuseum in Hattingen in einer Isetta. Viele Oldtimer wurden gezeigt.

Brigitte Jäger und Ulrich sitzen beim Fest der Autoparty am Industriemuseum in Hattingen in einer Isetta. Viele Oldtimer wurden gezeigt.

Foto: Ingo Otto

Hattingen.   Neuer Vorsitzender der Autoparty Hattingen sprach den Motorclub Sprockhövel auf die Teilnahme an. Die Oldtimer erfreuen sich großer Beliebtheit.

Egal ob VW, Mercedes oder Seat. Ob Oldtimer oder Elektrofahrzeug. Auf dem Fest der Hattinger Autoparty ist jede erdenkliche Marke vertreten. Zahlreiche Anbieter haben an diesem Wochenende auf dem Gelände der Henrichshütte ihre Stände errichtet.

Nicht nur Automobilfanatiker kommen auf ihre Kosten. Auch Zweirad-Fans werden bedient. Ein Höhepunkt ist der ungefähr zwölf Meter lange Bus, der mitten auf dem Festgelände steht. In diesem Jahr zum ersten Mal da: ein Rallyefahrzeug-Simulator. Dort können die Besucher testen, wie gut sie bei einem echten Rennen abschneiden würden.

Hubschrauber bringt Fesgäste in die Luft

Auch die jungen Autofans sollen sich nicht langweilen. Von der Hüpfburg über den Racer und die Schweinchenbahn bis hin zum Kinderschminken gibt es Einiges zu erleben. Wem die Hattinger Straßen nicht ausreichen, den bringt ein Hubschrauber in luftige Höhen.

Modernste Technik steht traditioneller Bauweise auf dem Fest der Autoparty entgegen. Neuerdings können die meisten Anbieter auch Elektroautos in ihrem Sortiment verzeichnen. Gerade schaut sich Marlon Bruckmann (22) interessiert einen VW Golf an.

Elektrofahrzeug sieht sehr bequem aus

Eigentlich sieht das Auto ganz normal aus. Wäre da nicht der Stromanschluss vorne unter der Motorhaube. „Ladestationen für Elektrofahrzeuge sieht man inzwischen ja viele“, fällt dem jungen Mann auf. Er öffnet die Fahrertür und nimmt hinter dem Lenkrad Platz. „Sehr gemütlich. Kann man nicht anders sagen.“

Ein Auto kaufen wird er heute aber wohl nicht. „Vor kurzem haben ich von meinen Eltern ein Auto bekommen. Das tut es noch einige Jahre. Mein Renault Kangoo lässt mich nicht im Stich.“

Neuer Vereinsvorsitzender bringt Änderungen mit

Erstmals bei dem Fest dabei: der Motorsportclub Sprockhövel (MCS). Ausgerichtet wird das Fest wie immer vom Verein Autoparty e.V. Der neue Vereinsvorsitzende Markus Lück (52) hat Neuerungen in die Veranstaltung gebracht. „Er hat uns zum ersten Mal angefragt, ob wir nicht auch dabei sein wollen“, erinnert sich Vorstandsmitglied und Tourenwart Peter Schönbach. Elf Autos hat der MSC zur Verfügung gestellt.

Gleich wird es auch noch eine Motorschau geben. Schönbach sieht sich zufrieden um. Die Oldtimer fallen den Besuchern offensichtlich besonders auf. An keinem anderen Stand ist so viel los wie hier. „Die Faszination Oldtimer hört nie auf. Hier stehen echte alte Schätzchen.“ Die Exemplare sind alle weit über 40 Jahre alt. „Ich denke, die Leute fühlen sich in andere Zeiten zurück versetzt. Beim Anblick der Gefährte werden sie erst so richtig wach, schwelgen in Erinnerungen.“

Oldtimer-Fans wollen reisen, nicht rasen

Vor allem der knallrote Mercedes ganz vorne hat es ihm angetan. „Klar sind die E-Autos technisch weiter entwickelt. Aber das muss nicht immer ein Vorteil sein. Wir Oldtimer-Fans können selbst an unseren Fahrzeugen herumschrauben.“ Pressesprecher Martin Mans bringt es auf den Punkt: „Der Weg ist das Ziel. Es geht ums Fahren, ums Reisen. Nicht ums Rasen.“

„Gemeinsam für Hattingen“ war das Motto des Festes der Autoparty, bei dem es auch eine Spendenaktion für Kinder gab. Musik erklang an beiden Tagen unter anderem mit Acki Löbbecke, Lea & Merlin, Andre Wörman und Schlagerfreunde, Milestones, Donovan Aston, Die goldenen Reiter, Naturals Best und Flying Vocals.

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