Neuer Treffpunkt

Oase für Menschen mit psychischen Problemen in Hattingen

Kochen mit Besuchern macht auch den Caritas-Mitarbeiterinnen (v.l.) Kira Putzmann, Joanna Grunenberg und Marie Lichter Spaß. Foto: 

Kochen mit Besuchern macht auch den Caritas-Mitarbeiterinnen (v.l.) Kira Putzmann, Joanna Grunenberg und Marie Lichter Spaß. Foto: 

Foto: Brigitte Dinkloh / Caritas

Hattingen.   Menschen mit psychischen Problemen bietet die Caritas montags und donnerstags einen Treffpunkt. Andere Gruppen kochen oder machen Spiele.

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Menschen mit psychischen Problemen brauchen niederschwellige Angebote, sagt Caritas-Sozialarbeiterin Rosemarie Kaeseler, eine „Oase“, in der sie ihr Herz ausschütten und mit anderen Betroffenen reden können. Der Treffpunkt an der Bahnhofstraße 23 startet am 2. Juli und öffnet montags von 10 bis 13 und donnerstags zwischen 13 und 16 Uhr.

Immer mehr Menschen fühlten sich angesichts der Anforderungen des Berufslebens überfordert, stellt die Sozialarbeiterin fest. In die Kontakt- und Beratungsstelle des Caritasverbandes Ennepe-Ruhr kommen Menschen ab 18 Jahren bis zum Rentenalter (wochentags 8-16.30 Uhr,
569 90 30

).

Kontakte knüpfen

Für Betroffene sei es schwerer, sich die Krankheit einzugestehen. Aber auch das Umfeld gehe anders damit um, wenn die Seele statt des Körpers leidet. „Nichtbetroffene können sich schlecht hineinversetzen in einen Menschen, der Stimmen hört oder unter Ängsten leidet“, sagt Rosemarie Kaeseler. Angehörige wissen oft nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Betroffene können Kontakte knüpfen, aus ihrer Isolation herauskommen. Meist besuchen sie zunächst die offene kostenlose Sprechstunde am Dienstag- und Donnerstagvormittag mit Rosemarie Kaeseler und Joanna Grunenberg, die auch eine Kochgruppe leitet. In der Sprechstunde können Menschen auf Wunsch auch anonym bleiben.

Kontakte bieten nicht nur das neue, niederschwellige Treffen, sondern neben der Koch- auch eine Spiele- und eine Dartgruppe sowie der Seniorentreff. Seit 30 Jahren existiert ein Frühstückstreff. Gemeinsame Ausflüge stehen ebenfalls auf dem Programm.

Hilfe in vielen Lebenslagen

In wochenlanger Arbeit ist die Oase soeben aufgemöbelt und renoviert worden, um bessere Bedingungen für die Gruppen zu schaffen. Auch Johannes Bahrenberg, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, freut sich über „das echte Kleinod in unserem Haus“. Die Einrichtung bietet Beratung in jeder Lebenslage, Unterstützung bei Fragen zu finanzieller Hilfe, zu Sucht, Migration oder auch Erziehungsproblemen.

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