Autoparty

Party mit Autos und Musik auf der Henrichshütte Hattingen

Rund um das Industriemuseum Henrichshütte findet am Wochenende wieder die Autoparty statt. Zahlreiche Vertragshändler präsentieren auf der Autoschau ihre Fahrzeuge.

Rund um das Industriemuseum Henrichshütte findet am Wochenende wieder die Autoparty statt. Zahlreiche Vertragshändler präsentieren auf der Autoschau ihre Fahrzeuge.

Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.   Die Autoparty lädt am Wochenende auf die Henrichshütte. Beim Fest gibt es Neue Deutsche Welle und Happy Hour mit halbem Bierpreis.

Das Fest der Autoparty an der Henrichshütte unter dem Motto „Gemeinsam für Hattingen“ gibt es an diesem Wochenende bereits zum 34. Mal. Mit dem neuen Vereinsvorsitzenden der Autoparty e.V., Markus Lück (52), sprach Eva Arndt über Hintergründe und Entwicklung der Veranstaltung.

Aus welchem Grund bilden die Hattinger Autohändler schon seit so vielen Jahren zusammen die Autoparty?

Weil man nur gemeinsam stark ist. Dass wir in Hattingen alle zusammenarbeiten, ist einzigartig in Deutschland. Ich komme beruflich viel im Land herum. Normalerweise ist es immer ein heftiges Gegeneinander, das ist bei uns hier eben ganz anders.

Aber Konkurrenz belebt doch das Geschäft. Warum und wie arbeiten die Hattinger Autohändler zusammen?

Ich bin schon seit ewigen Zeiten in der Autobranche tätig. Wir haben schon vor Jahrzehnten gemerkt, dass man weiter kommt, wenn man sich zusammenschließt. Einmal im Monat setzen sich alle Händler zusammen, besprechen, was man gemeinsam tun und wo man sich unterstützen kann. Wenn man zum Beispiel gemeinsam einkauft, bekommt man günstigere Preise. Davon profitieren wir und die Kunden.

Was ist Ziel des Autoparty-Festes?

Die Händler können den Besuchern ihre Modelle vorstellen. Wir schreiben aber nie vor, was die Händler zu machen haben und was sie präsentieren sollen. Das kann jeder so handhaben wie er möchte.

Hat sich an der Art des Festes der Autoparty in den vergangenen Jahren etwas geändert?

Ja, auf jeden Fall. Heute sind die Besucher anspruchsvoller geworden. Man kommt ohne attraktives Rahmenprogramm gar nicht mehr aus.

Was erwartet die Gäste denn am kommenden Wochenende?

Es kommen die Händler mit unterschiedlichsten Modellen. Außerdem wird der Sprockhöveler Oldtimer-Club mit dabei sein. Wir haben viel Musik zu bieten. Es gibt am Samstagabend zwischen 20 Uhr und 22 Uhr Lieder von der Neuen Deutschen Welle und zweimal eine Happy Hour. Das heißt, Bier zum halben Preis zwischen 17 und 18 Uhr und zwischen 19 und 20 Uhr.

Wann fangen Sie mit der Organisation eines so großen Events an?

Nach der Autoparty ist vor der Autoparty. Wir fangen direkt an. Es hängt eine Menge an Organisation dran, aber wir haben viele Helfer, die sich für diese Veranstaltung einsetzen.

Sind Sie auf irgendetwas bei der Veranstaltung besonders stolz?

Ja, es ist das einzige Event der Art, das man ohne Eintritt besuchen kann. Man muss natürlich auf viel achten, das fängt schon bei dem Termin an. Wir müssen aufpassen, dass nicht parallel andere Events in Hattingen stattfinden. Und man muss ein Wochenende finden, bei dem man von einigermaßen beständigem Wetter ausgehen kann. Wir haben in den mehr als 30 Jahren schon alles gehabt – von Schnee bis Hitze.

Haben Sie genügend Unterstützung für so ein Großereignis?

Oh ja. Wir sind einer ganzen Reihe von Menschen sehr dankbar, dass sie die Autoparty ermöglichen. Das sind der Landschaftsverband mit den vielen Mitarbeitern, die uns zur Seite stehen, die Stadt, die Sparkasse und Eventmanager Acki Löbbecke. Die einzigen Programmpunkte, die etwas kosten, sind die Hubschrauberrundflüge und der Renn-Simulator.

Spenden Sie wieder Geld aus der Autoparty?

Ja, es gibt eine große Spendenaktion zugunsten von Hattinger Kindern. Wir hoffen, dass wieder eine stattliche Summe zusammenkommt.

Bei all’ den Umwelt- und Klimaproblemen, die die Welt mittlerweile hat, scheint die Leidenschaft für das Auto absolut ungebremst bestehen zu bleiben. Was meinen Sie, woran das liegt?

Die Faszination für das Auto ist tatsächlich ungebremst und ich sehe auch nicht, dass das aufhört. Es ist uns, glaube ich, in die Wiege gelegt worden. Auch mein kleiner Sohn will, wenn er im Auto sitzt, unbedingt hinters Steuer und dann lenken. Und wie beliebt unsere Veranstaltung ist, kann man jedes Jahr wieder an den Besucherzahlen sehen.

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