Messe

Soziale Organisationen stellen sich auf Messe Hattingen vor

Der Stadtsportbund Hattingen präsentiert die Aufführung der Karate-Abtteilung des PSV Ennepe auf der Messe Hattingen.

Der Stadtsportbund Hattingen präsentiert die Aufführung der Karate-Abtteilung des PSV Ennepe auf der Messe Hattingen.

Foto: Biene Hagel/Funke Foto Services / Biene Hagel / Funke Foto Services

Hattingen.  Auf der Messe Hattingen präsentierten sich 60 soziale Organisationen mit ihren Angeboten. Auch junge Leute hatten die Verantwortlichen im Blick.

Das Bühnenprogramm bei der Messe Hattingen soll in diesem Jahr auch die jüngeren Generationen ansprechen. Unter dem Motto „Miteinander - Füreinander“ stellen sich in der Henrichshütte über 60 soziale Organisationen vor. Die Aussteller sind zum größten Teil aber weiterhin auf Senioren ausgerichtet.

Begeisterter Applaus für vier junge Tänzerinnen

Als die vier Mädchen die Bühne betreten, sind hunderte Augen auf sie gerichtet. Die bunten Kostüme glitzern bei jeder Bewegung, eine Mischung aus Tanz und Akrobatik. Die jungen Sportlerinnen vollführen Handstände und drehen Räder, heben einander hoch und wirbeln durch die Luft. Für die letzte Kür ernten sie begeisterten Applaus.

Mitmach-Aktionen hoch im Kurs

Besonders die Mitmach-Aktionen sind an diesem Nachmittag bei den Besuchern gefragt. Heraus sticht ein Parcours, durch den die Handhabung des Rollators trainiert werden kann. Die Polizistin Sonja Vatheuer leitet die Senioren von einem Hindernis zum nächsten. Der Parcours führt als erstes über Rasen, dann über wackelige Holzplatten, die Kopfsteinpflaster ersetzen sollen. Es folgen Laminat und Gummi. Diese beiden Materialien sind besonders in nassem Zustand rutschig und können eine Herausforderung sein. Ganz zum Schluss üben die Teilnehmer das Einsteigen den Bus. Die Technik ist dabei immer dieselbe: Den Rollator nach vorne schieben, die Bremsen an den Haltegriffen anziehen, einen Schritt hinterher gehen. Mit diesen einfachen Tipps kann der Rollator ein praktischer Alltagshelfer sein. Er bietet Sicherheit und Mobilität, zwei Dinge, die besonders für Senioren unverzichtbar sind.

Billard für Senioren gut geeignet

Ein paar Meter weiter bietet die Hattinger Billard-Vereinigung ein kleines Spielchen zur Probe an. Drei Kugeln in verschiedenen Farben liegen auf dem etwas verkleinerten Spielfeld. Auch der Kö ist in dieser Ausführung ein wenig kürzer. Marc Neumeyer und Karsten Düsterloh erklären: „Ziel ist es, mit einem Stoß alle drei Kugeln zu berühren. Welche Kugel man anstößt, kann man sich aber aussuchen.“ Das lässt sich Marlon (22) nicht zwei Mal sagen. Er greift nach dem Kö und platziert ihn gekonnt auf dem Tisch. Man sieht, dass er das nicht zum ersten Mal macht. Mit einem kleinen Stoß bringt er die weiße Kugel in die richtige Richtung. Die stößt erst die rote an, dann die orangene. Kreuz und quer rollen sie über das Feld. Die Experten loben: „Sehr gut. Damit hat du einen Punkt gemacht. Du darfst nochmal. Und das so lange, bis du daneben schießt.“

Zauberkunst fördert Fähigkeiten älterer Menschen

Vor allem für ältere Menschen sei der Sport geeignet. „Körperlich ist Billard nicht sehr anspruchsvoll. Das ist für Senioren oft ein entscheidender Punkt“, meint Neumeyer. „Außerdem ist die Sportart gesellig. Wir haben ein Vereinsheim, in dem wir uns beinahe jeden Tag sehen und austauschen können.“

Geselligkeit ist hier auf der Messe ein wichtiges Thema. Genau darauf setzen auch Manuel Rittich und Hartmut Höltgen-Calvero. Ihr Angebot ist wohl das außergewöhnlichste hier. Denn sie sind Meister der Zauberkunst. Der Verein „Ein Herz für Senioren“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, ältere Menschen in kulturelle Veranstaltungen miteinzubinden. Manuel Rittich ist stolz: „Hier kommen wir ins Spiel. Die älteren Menschen können verschiedene Tricks von uns lernen. Wir arbeiten mit vielen bunten Farben, mit Tüchern. Die Tricks sind nicht kleinteilig, das heißt es sind keine ausgefuchsten Fingerfertigkeiten nötig.“ Motorik und Erinnerungsvermögen können die Teilnehmer dabei trainieren. Vor allem bei Krankheiten wie Demenz helfe eine solche Show bei der Pflege der Seele. „Wir arbeiten mit Musik, die die Senioren verstehen und kennen. So viele Sinne wie möglich wollen wir ansprechen.“

INFO

Das Seniorenbüro der Stadt Hattingen, der Verein Lebendiges Hattingen, die Selbsthilfekonferenz und das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen organisieren diese Messe von Hattingern für Hattinger.

Mit der „Messe Hattingen“ wurden im Jahr 2015 die Senioren- und die Gemeinnützigkeitsmesse und der Selbsthilfetag zusammengeführt, um Kräfte zu bündeln und Synergien erzielen.

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