K-Pop

Tanz-Choreografien sitzen beim K-Pop-Festival in Hattingen

Tanz-Performance von Amy auf dem zweiten K-Pop-Festival in Hattingen. Ausgefeilte Choreografien stehen im Mittelpunkt.

Tanz-Performance von Amy auf dem zweiten K-Pop-Festival in Hattingen. Ausgefeilte Choreografien stehen im Mittelpunkt.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die zweite Auflage des K-Pop-Festivals in der Gebläsehalle Hattingen ist ein Erfolg. Aus ganz Deutschland kommen junge Tänzer für den Wettbewerb.

Mädchen und Jungen, blond oder brünett, mit dunkler und heller Haut, asiatischer oder europäischer Herkunft. Mit Schlabberpulli oder Anzughose bekleidet. In der Gebläsehalle der Henrichshütte haben sich viele unterschiedliche Jugendliche zusammengefunden. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind riesige K-Pop Fans. In der asiatischen Musikkultur sind gegenseitige Akzeptanz und Diversität wichtige Themen. Doch in erster Linie soll bei dem Festival „K-Stage Germany Next Level“ darum gehen, richtig viel Spaß zu haben, Musik und Tanz zu feiern.

Steigerung zur Premiere 2018

Veranstaltet wird das Festival von der Abteilung Jugendförderung und Jugendkultur. Gemeinsam mit dem Haus der Jugend und den K-Pop Profis der „A10tion Dance Crew“. Schon im vergangenen Jahr nahmen die Besucher das Angebot gut an. „Ich bin wieder mega zufrieden“, freut sich Nadine Rosemeyer vom Haus der Jugend. „Die Stimmung ist mega. Die Jugendlichen rasten komplett aus. Im Vergleich zum letzten Mal haben wir uns sogar noch ein bisschen gesteigert.“

Tanzgruppen und Solokünstler konnten sich für einen Wettbewerb anmelden, der im Mittelpunkt der Veranstaltung steht. Im Juni diesen Jahres wurden die Teilnehmer dann per Zufall bestimmt. Denn es gab viel mehr Bewerbungen als Plätze. Die glücklichen Gewinner stehen heute hier auf der Bühne.

Gruppen und Solotänzer zeigen ihre Choreografien

15 Gruppen und 20 Solotänzer sind aus ganz Deutschland her gekommen. Doch das ist erst der Anfang, denn nun wird es richtig ernst. Auf die drei Gewinner warten glitzernde, weiße und silberne Pokale.

Wer so einen mit nach Hause nehmen möchte, muss einige Anforderungen erfüllen. Eine Jury bewertet die Leistungen der Tänzer. Dabei sind Ausdruck, Ausführung und Performance entscheidend. Ob die Musik zum Tanz passt, wie synchron die Darbietung ist und ob die Bühnenpräsenz stimmt – all das fließt in die Entscheidung mit ein. Punkte von eins bis zehn sind zu holen.

Eines der Jurymitglieder ist Svenja Petry. Die Hattingerin ist selbst Tänzerin und Inhaberin einer Tanzschule. Obwohl sie sich eigentlich auf Hochzeitstänze, Paar- und Solotanz sowie Latin Dance spezialisiert hat, beobachtet sie mit interessiertem Blick die Teilnehmer des K-Pop Festivals.

Niveau der Tanzgruppen steigt

Moderator, Organisator und Mitglied der K-Pop Gruppe „A10tion“ Tam Trinh sagt bezeichnend: „Das Niveau wird von Jahr zu Jahr besser, da steckt viel Passion hinter.“

Nun ist die Tenori Crew an der Reihe. Die sechs jungen Frauen sind gespannt, doch sie haben sich gut vorbereitet. In roten Pullovern und schwarzen Leggings tanzen sie über die Bühne. Sie vollführen beeindruckende Verrenkungen, drehen sich rundherum.

Spaß steht im Vordergrund

„Das war ganz schön anstrengend“, meint Luise (22) nach der Show. Aber es hat sich gelohnt. „Natürlich passieren ein paar Fehler. Bei der Aufregung ganz normal. Aber alles in allem können wir zufrieden sein.“

Ähnlich sieht das auch Gruppen-Chefin Rimma (30): „In einer Gruppe tanzt jeder ein bisschen anders und auf seine eigene Weise. Deshalb war nicht alles ganz synchron. Aber das macht nichts. Hauptsache es hat Spaß gemacht.“

Tanzen wichtiger als Texte

Die Hattingerin Nneta (16) hat sich ebenfalls für den Contest beworben, ist aber leider nicht ausgelost worden. Trotzdem geht sie mit guter Laune auf das Festival: „Ich war im letzten Jahr schon hier. Auch da hat es mir sehr gut gefallen.“ Hier lerne man viele neue Leute kennen. „Ich bin ganz ohne Begleitung da. Aber das macht nichts. Alle sind so offen und ich habe mich schnell mit den anderen Tänzern angefreundet.“ Für die K-Pop-Musik interessiert sie sich schon seit einiger Zeit. „Auch wenn die Sprache fremd ist. Die Texte sind gar nicht so wichtig. Es geht mehr um das Tanzen an sich.“

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