Hauptuntersuchung

TÜV-Prüfung: In Hattingen haben wieder mehr Autos Mängel

Die orangefarbene TÜV-Plakette gilt nur noch bis Ende des Jahres 2019. Danach kommt eine blaue.

Die orangefarbene TÜV-Plakette gilt nur noch bis Ende des Jahres 2019. Danach kommt eine blaue.

Foto: Volker Hartmann / dapd

Hattingen.  In Hattingen fallen mehr Autos durch die TÜV-Prüfung. Hauptgrund: die Lampen. Nach dem Test müssen aber weniger Autos in die Werkstatt als 2013.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der Autos, an denen der TÜV erhebliche Mängel festgestellt hat, deutlich gesunken. Doch inzwischen kehrt sich der Trend – wenn auch bisher nur leicht – wieder um. An drei von zehn Autos muss nachgebessert werden, bevor sie eine neue Plakette bekommen.

Gefährliche Mängel müssen sofort behoben werden

Damit hat sich der Zustand der kontrollierten Fahrzeuge grundsätzlich verbessert. Immerhin fielen 2013 noch fast 40 Prozent der Autos durch die Prüfung. Seit zwei Jahren allerdings steigt die zwischenzeitlich auf 27,5 Prozent gefallene Zahl der mangelhaften Autos wieder leicht an. Das trifft nicht nur auf Hattingen zu, sondern auf den gesamten Bereich des TÜV Nord, in dem mehr erhebliche Mängel festgestellt wurden, erklärt Sprecher Rainer Camen. Gründe dafür seien „nicht statistisch fundiert zu benennen“.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es eine neue Kategorie bei der Hauptuntersuchung. Neben erheblichen Mängeln werden nun auch speziell gefährliche Mängel aufgeführt. Allerdings unterscheidet der TÜV diese beiden Kategorien in seiner Statistik nicht. Zumindest so viel kann Camen sagen: Nur sehr wenige Fahrzeuge mussten mit gefährlichen Mängeln umgehend in die Werkstatt.

Größtes Problem sind defekte Lampen

Zur Unterscheidung: Während ein ausgefallenes Licht einen erheblichen Mangel darstellt, hat ein Auto, an dem zum Beispiel alle Bremslichter ausgefallen sind, einen gefährlichen Mangel. Also einen, der „eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt“, so der Überwachungsverein. Als völlig verkehrsunsicher sei übrigens zuletzt kein Auto eingestuft worden.

Die Mängel treten seit Jahren immer wieder in den gleichen Bereichen auf. Spitzenreiter ist abermals die Gruppe „Licht und Elektrik“. So führte TÜV Nord-weit in 15,7 Prozent der Fälle zum Beispiel eine defekte Lampe zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung.

Inspektionen und Wartungsarbeiten durchführen

Gleichauf bei den häufigsten Mängeln liegen die Gruppen „Achsen, Räder, Reifen“ und „Umweltbelastung“ mit je 10,7 Prozent der Fälle. Über das Abschneiden von E- oder Hybrid-Autos bei der Hauptuntersuchung gebe es übrigens noch keine belastbaren Ergebnisse, erklärt der TÜV-Sprecher.

Die Statistiken der vergangenen Jahre zeigen aber, dass die Autos, die die Hattinger fahren, älter werden. War der kontrollierte Pkw 2013 im Durchschnitt noch neuneinhalb Jahre alt, sind es inzwischen zehneinhalb Jahre. Umso erfreulicher ist, dass dennoch die Zahl der mängelfreien Autos (58,7 Prozent) weiterhin leicht gestiegen ist.

Die wichtigsten Tipps der TÜV-Experten, um mängelfrei durch die Hauptuntersuchung zu kommen: Beleuchtung checken, einfache Wartungsarbeiten konsequent und regelmäßig erledigen. Und Inspektions- und Wartungsarbeiten in einer qualifizierten Werkstatt fristgerecht erledigen lassen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben