Polizei

Unfälle fingiert: Schlag in Herdecke gegen „Autobumserbande“

Bei einer Serie von Unfällen soll nach Angaben der Polizei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein.

Bei einer Serie von Unfällen soll nach Angaben der Polizei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein.

Foto: Andreas Bartel

Herdecke/Ennepe-Ruhr.   Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen eine organisierte Gruppe, die Unfälle absichtlich provoziere. Hausdurchsuchungen in Herdecke.

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Sie ließen es krachen und wollten abkassieren. Mit der Festnahme von zwei Tatverdächtigen bei einer gemeinsamen Durchsuchungsaktion der Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum konnte jetzt mutmaßlich eine Serie von fingierten und absichtlich provozierten Verkehrsunfällen im Ruhrgebiet geklärt werden.

Donnerstagfrüh rückten 50 Ermittler zu einer groß angelegten Durchsuchungsaktion in 14 Wohn- und Geschäftsräumen in Hagen, Dortmund, Hattingen, Herdecke, Gevelsberg und Witten aus. Die Polizisten stellten umfangreiches Beweismaterial sicher und vollstreckten zwei Haftbefehle.

Unfälle provoziert – Höhe des Schadens noch unklar

Bei einer Serie von Unfällen soll nach Angaben der Ermittler nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein, die Unfälle waren offenbar fingiert, um Versicherungsbeiträge zu kassieren. Wie viele Unfälle den Beschuldigten zugeordnet werden und wie viele Beteiligte beschuldigt werden, wollte die Staatsanwaltschaft Bochum aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen.

Auch die Höhe des Schadens ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen und Auswertungen laufen derzeit noch.

Die Beschuldigten wurden noch am gestrigen Donnerstagmittag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

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