Europawahl

Eine Zukunft ohne gemeinsames Europa ist keine Alternative

Redakteur Christoph Husemeyer kommentiert die anstehende Europawahl.

Redakteur Christoph Husemeyer kommentiert die anstehende Europawahl.

Foto: Tassos / WAZ

Heiligenhaus.  Die Wahl ist wichtig für uns alle, weil die EU unseren Alltag bestimmt. Wir können am Sonntag für das Europa stimmen, das wir uns wünschen.

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Europa ist es wert, dass wir dafür kämpfen. Das mag auf den ersten Blick viele nicht überzeugen. So mancher fremdelt „mit denen in Brüssel“ und der Kontinent hat zahlreiche Probleme: die ungelöste Flüchtlingsfrage, der Klimaschutz, das Brexit-Chaos, wirtschaftliche Ungleichheit, erstarkender Nationalismus, überbordende Bürokratie. All diese Fragen – und damit auch Europa – spielen in unserem Alltag eine sehr wichtige Rolle.

Einige wollen das aber nicht mehr. Doch was wäre die Alternative zu einem gemeinsamen Europa? Ein „America First“, wie es Donald Trump fordert, ist hier bei uns nicht möglich. Man stelle sich vor, Frankreich, Italien, Polen, Deutschland oder sogar Luxemburg wollen alle an erster Stelle stehen. Das klappt nicht. Die Folgen eines solchen Denkens und Handelns wäre der Rückfall in Kleinstaaterei und Gezanke untereinander. Um von schlimmeren Szenarien des 20. Jahrhunderts gar nicht erst zu reden. Dass gerade Deutschland als Exportnation seinen Wohlstand Europa verdankt, muss fast gar nicht erwähnt werden. Dazu kommt: Nur ein geeintes, friedliches Europa kann in der Welt seine gemeinsame, starke Stimme erheben.

Die Stimme erheben sollten am Sonntag auch die Wähler. Frei wählen zu dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Errungenschaft. Diese Möglichkeit sollte man nutzen, um für die EU zu stimmen, die man haben will. Um durch Reformen ein besseres Europa zu erschaffen, als das, welches wir haben. Denn eines ist klar: Kein Europa ist keine Alternative.

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