Familien fühlen sich hier sicher

Nicht nur die Sprache sei eine Hürde für die Kinder. Was sie in ihrem Heimatland erlebt haben, verfolge sie noch immer. „Silvester war besonders schlimm. Die Kinder hatten bei jedem Böller Todesangst. Laute Geräusche verbinden sie noch immer mit dem Einschlagen einer Bombe“, sagt Roula Hamrouni, aus Syrien geflüchtete Mutter. Ein Trauma, das sie nur schwer verarbeiten können. Die Aufarbeitung sei nicht leicht, so Kirsten Langenkamp. „Wir möchten nicht von uns aus die Kinder damit konfrontieren. Sollten sie die Initiative ergreifen, werden wir versuchen, daran mit ihnen zu arbeiten“, sagt die Kita-Leiterin. Gerade am Anfang fürchteten die Kleinen die Trennung von ihren Müttern, wenn sie alleine in der Kita blieben. „Die Angst, dass wir vielleicht nicht wiederkommen, war sehr präsent“, so Bouchra Altarboush. „Aber nun sehen sie, dass ihre Mütter hier genauso ihren Platz gefunden haben, wie sie“, sagt Langenkamp.

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Nicht nur die Sprache sei eine Hürde für die Kinder. Was sie in ihrem Heimatland erlebt haben, verfolge sie noch immer. „Silvester war besonders schlimm. Die Kinder hatten bei jedem Böller Todesangst. Laute Geräusche verbinden sie noch immer mit dem Einschlagen einer Bombe“, sagt Roula Hamrouni, aus Syrien geflüchtete Mutter. Ein Trauma, das sie nur schwer verarbeiten können. Die Aufarbeitung sei nicht leicht, so Kirsten Langenkamp. „Wir möchten nicht von uns aus die Kinder damit konfrontieren. Sollten sie die Initiative ergreifen, werden wir versuchen, daran mit ihnen zu arbeiten“, sagt die Kita-Leiterin. Gerade am Anfang fürchteten die Kleinen die Trennung von ihren Müttern, wenn sie alleine in der Kita blieben. „Die Angst, dass wir vielleicht nicht wiederkommen, war sehr präsent“, so Bouchra Altarboush. „Aber nun sehen sie, dass ihre Mütter hier genauso ihren Platz gefunden haben, wie sie“, sagt Langenkamp.

Auch ihre Väter gewinnen an Sicherheit in der neuen Heimat. Zwei Monate dauerte die Flucht von Syrien. Nach der Ankunft hat es über ein Jahr gedauert, bis sie aus der Notunterkunft in eine eigene Wohnung ziehen und Frauen und Kinder nach Deutschland holen konnten. Nun belegen die Ehemänner der beiden syrischen Frauen Deutschkurse an der VHS. Sie sind stolz darauf, was sie schon können, haben aber noch Scham im Gespräch. „Wir wollen niemandem eine Last sein und haben Angst zu nerven. Aber jeder hier versucht, uns zu verstehen. Die Menschen sind sehr freundlich und geduldig“, sagt Hamrouni. Beide Familien fühlen sich wohl in ihrer neuen Heimat. „Deutschland ist so, wie wir es uns auf der Flucht erhofft haben. Hier sind wir sicher“, sagt Altarboush.

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