60 gemeinsame Jahre

Hans und Gerda Meisenkothen feiern ihre Diamanthochzeit

Gerda und Hans Meisenkothen sind seit 60 Jahren verheiratet und machen fast alles gemeinsam.

Gerda und Hans Meisenkothen sind seit 60 Jahren verheiratet und machen fast alles gemeinsam.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Seit 60 Jahren sind sie verheiratet: Am Sonntag, 26. Mai, feiert das Ehepaar Meisenkothen seine Diamanthochzeit mit Familie und Freunden.

60 Jahre ist es am Sonntag her, dass Gerda und Hans Meisenkothen am 26. Mai den Bund der Ehe eingegangen sind. Das Ehepaar feiert also seine Diamanthochzeit. Er war zum Zeitpunkt der Eheschließung 24 Jahre alt, sie gerade 20 Jahre. „Meine Eltern mussten deswegen noch für mich unterschreiben, dass alles seine Richtigkeit hat“, erinnert sich die 80-Jährige rückblickend.

Zur Verlobung im Jahr zuvor war es eher spontan gekommen: „Wir wollten gemeinsam mit dem Zug zu Gerdas Tante nach Hamburg fahren und mein Vater sagte, das sei nur möglich, wenn wir uns vorher verloben. Damals hat man ja noch auf seine Eltern gehört, also haben wir das getan“, erinnert sich Hans Meisenkothen schmunzelnd. Seitdem sind die beiden, die sich schon kennen seit sie zwölf beziehungsweise 16 Jahre alt waren, unzertrennlich. „Wir machen fast alles gemeinsam. Wir gucken auch zusammen Fußball und Rosamunde Pilcher und gehen jeden Abend gemeinsam schlafen.“ Im Sommer sitzen sie gerne abends auf der Bank im Garten und schauen den Fledermäusen zu, die liebevolle Gartenbepflanzung sorgt auch bei der täglichen Zeitungslektüre für eine schöne Umgebung. Besonders freut sich das Paar immer über Besuch von Sohn Hans-Peter, der Schwiegertochter, den beiden Enkeln und der zweijährigen Urenkelin.

Zur Feier des Tages gibt es Frankfurter Kranz

Die kommen natürlich auch, wenn am Sonntag gefeiert wird – nachmittags gibt es „wie immer“ Frankfurter Kranz. Und was ist das Geheimnis einer solch langen und glücklichen Ehe wie der der Meisenkothens? „Beide Seiten müssen dazu bereit sein, viel nachzugeben und nicht auf der eigenen Meinung zu beharren. Und man darf nicht versuchen, den Partner umzuerziehen“, erzählt Gerda Meisenkothen und ihr Mann, gebürtiger Heiligenhauser übrigens, pflichtet ihr bei.

1957 ist Gerd Meisenkothen in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten, „anfangs hatten wir noch keine Uniformen, sondern sind in unserer Alltagskleidung zu Einsätzen gefahren. Ich habe mir extra ein Paar gute Stiefel gekauft“, erinnert sich der 84-Jährige, der 46 bei der Fassondreherei Trappmann tätig war. Und auch bei diesem zeitaufwendigen Einsatz blieb seine Gattin oft an seiner Seite: „Wenn es am Wochenende Übungen gab, egal ob in Heiligenhaus oder auswärts, bin ich mitgefahren und habe zugeschaut“, erzählt die Seniorin.

Für die Zukunft wünscht sich das Paar Gesundheit

Dass ihr Mann so manches Mal Feiern verlassen hat, um anderen zu Hilfe zu eilen, „daran waren wir gewöhnt“. Und bis heute treffen sich die beiden alle vier Wochen mit Mitgliedern der Ehrenabteilung der Feuerwehr zum Klönen, „in diesem Kreis sind alle Ehepaare bereits mindestens 60 Jahre verheiratet“. Bis vor einigen Jahren sind die beiden auch gerne gereist – die Nordsee war immer wieder ein beliebtes Ziel, aber auch andere Gegenden der Welt haben die Meisenkothens gesehen.

Für die Zukunft wünschen sich die beiden nur eins: „Gesundheit, damit uns unsere Zweisamkeit noch lange erhalten bleibt.“

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