Integration

Heiligenhauser Fest lädt Behinderte und Nichtbehinderte ein

Doris Ruthmann-Dümpel vom Fachbereich Soziales und ihre Mitstreiter werben für den Tag der Begegnung.

Doris Ruthmann-Dümpel vom Fachbereich Soziales und ihre Mitstreiter werben für den Tag der Begegnung.

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.  Vom 30. September bis 3. Oktober gibt es „Tage der Begegnung“ für Menschen mit und ohne Handicap. Dabei stehen viele Überraschungen an.

Richtig tolle Begegnungen: Die soll es bei einem Fest zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen in Heiligenhaus geben. Und das gleich über mehrere Tage von Montag, 30. September, bis Donnerstag, 3. Oktober. Dafür wird auch ein vielfältiges Programm für alle auf die Beine gestellt.

Spielenachmittag und ein Film am ersten Tag

So heißt das Fest dann auch sinnigerweise „Tage der Begegnung“ und ist eine Aktionswoche „für junge und alte Menschen mit und ohne Handicap“. Zurückzuführen ist es auf einen Vorschlag des Runden Tisches für Soziales der Stadt: „Man ist an uns herangetreten mit dem Wunsch, im jährlichen Wechsel mit dem Demenz-Infotag einen Tag der Begegnung anzubieten“, sagte die Leiterin des Fachbereiches Soziales, Doris Ruthmann-Dümpel. Und die Resonanz darauf war so groß, dass ein Tag nicht ausreichte.

So läuft die Veranstaltung nun gleich über vier Tage. Los geht es am Montag, 30. September, von 9.30 bis 11 Uhr mit einem Frühstück bei der Tafel Niederberg (Rheinlandstraße 26) – eingeladen ist, wie zu all den kostenfreien Veranstaltungen, jedermann, egal welchen Alters. Es folgt von 14 bis 16 Uhr ein großer Spielenachmittag im Seniorentreff St. Ludgerus (Ludgerusstraße 2a) mit Schülern der OGS der St. Suitbertus-Grundschule. Abgerundet wird der Tag um 19 Uhr mit einer Filmvorführung im Club (Hülsbecker Straße 16). „Was genau gezeigt wird, werden wir aber noch sehen“, so Ruthmann-Dümpel.

Blinder Autor kommt zu Lesung in den Club

Am 1. Oktober geht es dann von 11 bis 14 Uhr wieder bei der Tafel mit einem Essen weiter, bei dem die Azubis des Unternehmens WSS helfen werden. Der „Verdauungskaffee“ kann gleich danach bei der Awo, Schulstraße 8, bei Kaffeetrinken mit Live-Musik getrunken werden. Seinen besonderen Abschluss erfährt der Tag dann in der Stadtbücherei (Kettwiger Straße 24): Dort werden ab 18.30 Uhr Werke des blinden Autors Dieter Kleffner, der auch anwesend sein wird, vorgelesen.

Kindertheaterprojekt und Schwimm- und Spielefest

Weitere Höhepunkte folgen am 2. Oktober mit einem Kindertheaterprojekt im Club sowie mit einem Schwimm- und Spielefest im Heljensbad (Selbecker Straße 12). „Das ist auch ein übergreifendes Familienfest“, erklärte Badleiter Holger Brembeck. Die Lebenshilfe plane dafür außerdem eine eigene „Wasser-Olympiade“.

Eine große Party wird dann noch am letzten Tag (3. Oktober) bei den Stadtwerken an der Abtskücher Straße 30 mit vielen Aktionen gefeiert. Auch hier ist die Lebenshilfe aktiv und will dafür etwa Tandemfahrten rund um den Stauteich anbieten. Daneben treten verschiedene Gruppen auf, für Essen und Trinken ist natürlich gesorgt.

Roter Knopf macht Werbung für das Fest

Ein sichtbares Zeichen für die Tage der Begegnung ist übrigens auch schon gefunden: Dafür hat die Grafikerin Christa Binder einen lustigen roten Punkt entwickelt. Dieser kann beispielsweise angeklebt oder als Knopf angesteckt werden und soll unter anderem schon beim Stadtfest von Donnerstag bis Sonntag verteilt werden, um für das Fest zu werben.

Dieses soll übrigens in seiner mehrtägigen Form auch künftig im zweijährigen Wechsel mit dem Demenz-Infotag ausgerichtet werden. „Das Ganze soll nicht bei einer einmaligen Angelegenheit bleiben“, meinte Doris Ruthmann-Dümpel.

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