Bildung

Heiligenhauser Kita-Kinder erleben hautnah den Geldkreislauf

Die Kinder lernten in der Sparkasse, wie das mit dem Geld alles so funktioniert. 

Die Kinder lernten in der Sparkasse, wie das mit dem Geld alles so funktioniert. 

Foto: Kirsten Gnoth

Heiligenhaus.   Vorschulkinder aus Hetterscheidt haben sich in der Sparkasse den Geldkreislauf angeschaut. Dabei machten die Kleinen ganz schön große Augen.

Zehn kleine Kita-Kinder marschieren Hand in Hand in die Heiligenhauser Sparkassen-Filiale an der Hauptstraße – und staunen nicht schlecht angesichts der großen Eingangshalle. Lange Zeit zum Gucken haben die Vorschüler aus Hetterscheidt nicht, denn sie wollen heute etwas über den Geldkreislauf lernen. Und wo geht das wohl besser, als direkt an der Quelle für die Heiligenhauser?

„Boah, bei mir liegt ein 200-Euro-Schein auf dem Tisch“, ruft Bela und nimmt die Banknote in die Hand. Nach einem prüfenden Blick ist jedoch klar, der gewonnene Reichtum ist nicht echt. Die Scheine und Münzen, die vor den Hetterscheidter Kindern auf dem Tisch liegen, dienen nur als Anschauungsmaterial. Echtes Geld gibt es erst später an der Kasse.

Kinder sollen sensibilisiert werden

Vorher lernen die angehenden i-Dötzchen von den Bankkauffrauen aus dem Bereich Jugendmarktbetreuung, wie das Geld vom Konto in die Automaten kommt. Damit bildet der Besuch in der Sparkasse den Abschluss einer Reihe in Kooperation mit der Caritas-Schuldnerberatung im Kreis Mettmann.

„Es ist wichtig, dass die Kinder mitbekommen, was Geld für einen Stellenwert hat. Wir wollen ihnen vermitteln, was der Mensch wirklich braucht und was vielleicht doch eher Luxus ist“, sagt Ulrike Fröschke von der Schuldnerberatung.

Ein Nachtisch für die Kita

Ob davon etwas bei den Kindern hängen geblieben ist, soll sich gleich im Supermarkt gegenüber zeigen. Dafür brauchen die Knirpse aber erstmal Bares. Hinter dem Schalter zückt Wolfgang Bestges schon die 50-Cent-Stücke, davor streckt Fynn (6) erwartungsvoll die Hand aus.

Schnell noch den Damen der Sparkasse zum Abschied gewunken und schon geht es mit den Münzen in der Tasche in den Supermarkt. „Wir suchen jetzt einen Nachtisch für den Kindergarten aus, müssen aber im Budget bleiben“, sagt Erzieherin Desiree Dickhut und schnappt sich einen Korb. „Schokoladenpudding wäre gut oder Chips“, schallt es aus dem kleinen Trupp. Das Naschwerk fällt dann doch eher in die Kategorie Luxus. Letztendlich landen Äpfel und Bananen im Körbchen. Und die Kinder lernen sogleich, was man mit Geld alles für sinnvolle Dinge kaufen kann.

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