Fahrrad fahren

Heiligenhauser Verwaltungsmitarbeiter radeln zum Dienst

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Michael Krahl, Julia Brüning, Anne van Boxel und Ralf Huber

Michael Krahl, Julia Brüning, Anne van Boxel und Ralf Huber

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.   5215 Kilometer sind vier Mitarbeiter bei der Aktion ‘Mit dem Rad zur Arbeit’ gefahren. Sie wollen damit zeigen, dass es auch ohne Auto geht.

Wenn sich Ralf Huber morgens auf den Fahrradsitz schwingt und zur Arbeit fährt, hat er eine ordentliche Strecke vor sich: Denn bis er in seinem Büro im Rathaus ist, hat er 63 Kilometer in die Pedale getreten. Gemeinsam mit Michael Krahl, Julia Brünig und Anne van Boxel hat er als Rathaus-Team bei der Aktion ‘Mit dem Rad zur Arbeit’ mitgemacht, insgesamt kamen die vier Sportler auf über 5000 Kilometer.

Michael Krahl, Fachbereichsleiter Straßenbau, sieht in dem Fahrrad schon lange eine Alternative zum Auto. „Als ich das erste Mal in Heiligenhaus war, als ich mich um die Stelle hier beworben habe, bin ich auch mit dem Fahrrad hier gewesen“, berichtet der Duisburger. Eine herrliche Strecke sei das, die er morgens und abends zurücklege. „Vorbei am Schloss Linnep, an Rehen, Füchsen, Hasen, das ist schon was ganz Tolles.“

Fan vom Panoramaradweg sind sie alle

Da stimmen ihm auch die anderen Radler zu. Er und Ralf Huber, der bei der Stadtkasse arbeitet, haben aus dem Viererteam die weiteste Anreise. Anne van Boxel von der Wirtschaftsförderung ist insgesamt 26 Mal aus Kettwig zur Arbeit gefahren und legte dabei 405 Kilometer zurück, Julia Brünig fuhr 24 Mal und radelte da insgesamt 96 Kilometer. „Ich wohne in der Migua, da ist es natürlich naheliegend, mit dem Panoramaradweg zu nutzen.“

Den nutzt auch Anne van Boxel von Kettwig aus. „Als ich 2002 hier angefangen habe, da gab es den noch gar nicht“, erinnert sie sich zurück. Und über die Ruhrstraße hoch nach Heiligenhaus zu fahren, das wollte sie nicht – der Autoverkehr, der Anstieg, das lud nicht gerade zum Radeln ein. „Als ich von den Plänen des Radwegs hörte, war ich von der ersten Minute an mit dabei.“ So stand sie mit Sohn und Mann für den Imagefilm bereit.

Das Rad wird weiterhin genutzt

Nun ist die Aktion zwar offiziell vorbei und alle Vier freuen sich über den Teamgeist und die 5215 Kilometer, die sie zusammen zurück gelegt haben. Welche Erfahrungen sammeln sie daraus? „Man macht es für den sportlichen Ausgleich, aber natürlich auch aus ökologischen Gründen“, findet Ralf Huber. Er und Krahl laufen auch Marathon, „aber mir fällt es schwer, mich nach der Arbeit zum Joggen zu motivieren. Wenn ich mit dem Rad die Strecke zurückgelegt habe, fühle ich mich gleich einfach besser“, so Krahl. Und die Fahrt mit dem Fahrrad dauere nur etwa eine halbe Stunde länger als mit dem Auto – wenn kein Stau ist. Denn den ganzen Tag am Arbeitsplatz sitzen, das tue dem Körper einfach nicht gut. „Manchmal fällt es auch schwer, sich zu motivieren, aber nach zehn Minuten ist alles wunderbar“, berichtet Huber und die anderen stimmen ihm zu.

Er würde sich wünschen, dass man Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell fahren können, auf Radwegen nutzen dürfte. „Das erlaubt der Gesetzgeber derzeit nicht, ich muss auf der Straße fahren, da kommt es manchmal schon zu blöden Situationen.“

Natürlich fahren sie auch außerhalb des Aktionszeitraums, wenn es Wetter und Arbeitstag zulassen, mit dem Fahrrad zur Arbeit. „Das geht natürlich nicht, wenn man einen offiziellen Termin mit Anzug hat, aber sonst spricht nichts dagegen“, so van Boxel. Krahl ergänzt: „So erspart man sich die Parkplatzproblematik in der Innenstadt oder spart Nerven, wenn man nicht im Stau steht, sondern die Natur genießen kann.“

>>> VIER MONATE DAUERT DIE AKTION

Mit dem Rad zur Arbeit ist eine gemeinsame Aktion von AOK und dem ADFC in NRW. Gewertet wird der Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. August. Jeder kann mitmachen, ob als Einzelperson oder als Team.

Am Ende gibt es nicht nur eine Urkunde und die Gewissheit, etwas Gutes getan haben, sondern etwas zu gewinnen. Infos gibt es auf der Homepage mit-dem-rad-zur-arbeit.de

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