Medizin

Hetterscheidter Arztpraxis eröffnet jetzt am neuen Standort

Die Hausärztin Dr. Beate Beyer freut sich nach dem Umzug ihrer Praxis in die frühere Sparkassen-Geschäftsstelle jetzt wieder auf ihre Patienten.

Die Hausärztin Dr. Beate Beyer freut sich nach dem Umzug ihrer Praxis in die frühere Sparkassen-Geschäftsstelle jetzt wieder auf ihre Patienten.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.  Die Sparkassen-Filiale in Hetterscheidt ist nun umgebaut. Dort behandelt jetzt die Hausärztin Dr. Beate Beyer – und rettet damit eine Tradition.

Die Bauarbeiten sind nun beendet, lediglich die weiße Farbe muss noch im Flur und an den Zimmerwänden trocknen. Zwar liegt dies nicht ganz im Zeitplan, aber die Hausärztin Dr. Beate Beyer ist trotzdem erleichtert. Denn sie kann ihre neue Hetterscheidter Praxis planmäßig am Montag, 21. Oktober, eröffnen. Dann ist der Umzug in die frühere Kreissparkassen-Geschäftsstelle an der Velberter Straße beendet. Damit sichert sie nicht nur die medizinische Versorgung im Stadtteil, sondern rettet auch eine liebgewonnene Hetterscheidter Tradition.

„Alles haben wir umgebaut“, sagt Beate Beyer an ihrer neuen Rezeption. Seit Juli wird aus der Sparkassen-Filiale die Arztpraxis der Allgemeinmedizinerin. An das Geldinstitut erinnert neben dem riesigen Schriftzug am Gebäude sonst nur noch ein kleines Foyer, wo eine Selbstbedienungsfiliale mit Automaten zum Geldabheben und Überweisen zurückgeblieben ist.

Eine Rampe erleichtert den Zugang für Gehbehinderte

In dem Gebäude wurden Wände gezogen, die Decke erneuert und der Brandschutz modernisiert. Die Schalterhalle ist nicht mehr wiederzuerkennen: Neu entstanden sind die Rezeption, das Wartezimmer, zwei Sprechzimmer, ein Behandlungszimmer für EKG und Ultraschall und ein weiteres für Akupunktur. Zudem gibt es ein Labor, einen Mitarbeiterraum und natürlich Toiletten. „Die Rampe ist aber das Allerwichtigste“, sagt Beate Beyer, denn nun ist der Eingang ebenerdig und eine damit eine Hilfe für Gehbehinderte.

Modern sei ihre Praxis zwar nun, sagt die Hausärztin, die auch Naturheilkunde und Manuelle Medizin (Chiromedizin) anbietet. Aber Beyer wünscht sich, dass vieles auch beim Alten bleibt. „Ich kenne meine Patienten schon lange, darunter sind auch viele Familien. Ich bekomme von ihnen viel Wertschätzung zurück und hoffe, dass unser Vertrauensverhältnis bleibt.“ Denn zwölf Jahre führte die 46-jährige Heiligenhauserin nun schon die Hetterscheidter Praxis an der Herderstraße, zunächst gemeinsam mit der Internistin Dr. Heidemarie Heinisch-Krämer, zuletzt alleine bis zum Umzug.

Besser erreichbar durch nahe gelegene Bushaltestelle

Der neue Standort ist den Heiligenhausern bereits aufgefallen: „Durch den Umzug habe ich schon einige neue Patienten gewonnen“, sagt Beyer und ergänzt, „in der alten Praxis musste ich leider einige Patienten ablehnen.“ Der Platz habe einfach nicht mehr ausgereicht. Zumal in den letzten Jahren die Patientenzahl enorm gewachsen sei und längst auch Velberter und Ratinger zu ihr kommen. Daher habe sie lange nach neuen, größeren Räumen gesucht. Angebote habe es in der Innenstadt gegeben, „aber ich wollte wirklich in Hetterscheidt bleiben“.

So ist Beate Beyer nun sehr froh, jetzt in der früheren Sparkassen-Geschäftsstelle praktizieren zu können, nicht zuletzt weil diese durch die nahe gelegene Bushaltestelle nun hervorragend erreichbar ist. „Es ist absolut fantastisch hier“, freut sich die Medizinerin, „aber ich werde das Vertraute der anderen Praxis vermissen.“ Eingewöhnen wird sie sich aber bestimmt schnell, denn viele ihre Grundsätze nimmt sie natürlich von der Herderstraße mit hinüber. „Für mich zählt der Mensch und nicht die Galle oder der Blinddarm.“ Das bedeute vor allem auch, dass sie niemanden einfach nur abfertigen will. Sie nehme sich viel Zeit für ihre Patienten. Zudem behandle sie Privat- und Kassenpatienten gleich. „Privatpatienten kriegen bei mir keine früheren Termine oder andere Therapien.“

Traditionelle Schneewette auf dem Gelände bleibt bestehen

Ein echtes Novum ist für Beate Beyer allerdings, dass sie ab sofort die Gastgeberin der traditionellen Schneewette ist, die der Bürgerverein Hetterscheidt alljährlich auf dem Gelände abhält. Zwar bedauert der Vereinsvorsitzende Reinhold Unger, dass die Sparkasse nur noch mit einer Selbstbedienungsfiliale vertreten ist. Ihn freut jedoch, dass Dr. Beyer die Menschen weiter im Stadtteil behandelt – und das möglichst noch viele Jahre. Unger ist überzeugt: „Das ist die bestmögliche Lösung für Hetterscheidt.“

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