Theater

Märchen aus Wunderkiste fasziniert Heiligenhauser Schüler

Martin del Torre begeisterte die Besucher bei dem Stück „Märchen aus der Wunderkiste“.

Martin del Torre begeisterte die Besucher bei dem Stück „Märchen aus der Wunderkiste“.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.  Bei der Aufführung „Märchen aus der Wunderkiste“ im Rahmen der Neanderland Biennale gab es tolle Momente. Etwa mit einem originellen Dialekt.

Eine Geschichte wird zum Leben erweckt, mit Musik, Akrobatik und allen wichtigen Figuren, die so benötigt werden – was dabei dann Schönes herauskommt, ist ein „Märchen aus der Wunderkiste“. Das gab es am Donnerstag im Rahmen der Neanderland Biennale im Theaterzelt auf der Wiese an der Hülsbecker Straße zu sehen. Und die Schul- und Kindergartenkinder, die Martin del Torre von der Compagnie Pas De Deux fasziniert zuschauten und lauschten, ließen sich schnell in den Bann von Riese, Hexe und Königstochter ziehen.

Liselotte die Wunderkiste ist auch eine Hauptdarstellerin

Das Märchen vom Trommler, aufgeschrieben von den Gebrüdern Grimm und überliefert schon lange Zeit davor, brachte del Torre mit jeder Menge Körpereinsatz, Begeisterung und unglaublicher Ausdrucksstärke auf die Bühne. Mit wechselnden Accessoires stellte er den Erzähler, den Trommler, einen Riesen, die Königstochter und – absolut grandios mit Schweizer Akzent – die Hexe dar.

Eine zweite Hauptdarstellerin gab es dennoch, nämlich Liselotte, die Wunderkiste. Sie, die durch die Herausgabe von bestimmten Gegenständen zunächst entschied, dass genau dieses Märchen gespielt werden sollte, diente im Laufe des Märchens unter anderem als Hexenhaus und Schulter des Riesen, auf dem der Trommler zum Glasberg transportiert wird. Dort wollte er einen Zaubersattel benutzen, doch dafür brauchte er ein unbekanntes Zauberwort. Das Publikum konnte jedoch schnell helfen: „Sag doch mal ,bitte’!“ Drei Aufgaben warten dann auf den Mutigen und am Ende – soviel sei verraten – ein Happy End.

Tolle Akrobatik- und Jonglageeinlagen

Besonderen Applaus erhielten die Akrobatik- und Jonglageeinlagen. Aber auch die Gelegenheit, am Ende der Aufführung Fragen zu stellen, wurde gern genutzt. Wie so ein großer Mensch in diese Kiste passt (sie ist selbstgebaut und die Bewegungsabläufe sind lange einstudiert). Ob er geschminkt ist (ja, unter anderem, damit die Mimik deutlicher wird) und wie lange Martin del Torre schon als Schauspieler arbeitet? Bereits seit 13 Jahren. All dies interessierte das Publikum – und Märchen natürlich, denn diese faszinieren nach wie vor wohl alle Altersstufen.

Eine weitere Aufführung gibt es am Sonntag, 14. Juli, um 11 Uhr in dem Theaterzelt an der Hülsbecker Straße. Bezahlen kann jeder, was ihm die Vorstellung wert ist.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben