Kultur

Musikfestival Viertelklang kommt erstmals nach Heiligenhaus

Der Stadtmarketing-Arbeitskreis Gastronomie freut sich auf die Heiligenhauser Premiere des Musikfestivals Viertelklang: Thomas Karrenberg (von links), André Saar, Manfred Passenheim und Sofia Potsi.

Der Stadtmarketing-Arbeitskreis Gastronomie freut sich auf die Heiligenhauser Premiere des Musikfestivals Viertelklang: Thomas Karrenberg (von links), André Saar, Manfred Passenheim und Sofia Potsi.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.  Das Live-Musikfestival Viertelklang steigt im September erstmals in Heiligenhaus. Geboten sind dann 19 Konzerte an sechs Veranstaltungsorten.

Heiligenhaus ist jetzt um ein Musikfestival reicher: Erstmals findet die regionale Veranstaltung „Viertelklang“ auch in Heljens statt. Sechs Veranstaltungsorte laden am Samstag, 7. September, zu insgesamt 19 Konzerten ein. Sollte das Festival erfolgreich sein, könnte es dauerhaft die hiesige Kulturlandschaft bereichern.

Viertelklang sieht der Stadtmarketing-Arbeitskreis Gastronomie, der den hiesigen Festivalabend organisiert, als gelungene Ergänzung zu Heiligenrock. Beide Events seien sich schon ähnlich, so der Stadtmarketing-Koordinator André Saar, „aber es geht in eine ganz andere musikalische Stilrichtung“. Denn Viertelklang stehe in Heiligenhaus in der Tradition der Jazz Weekends, bei denen vor vielen Jahren Gastronomen zusammen mit dem Kulturbüro hochkarätigen Jazz in die Stadt geholt hätten. Solche Events würden immer wieder nachgefragt, und diesmal seien viele Jazzbands dabei. Doch eben nicht nur, betont Arbeitskreissprecher Manfred Passenheim und verweist auf die zahlreichen Musiker, die auftreten werden. So eröffnet das Trio Schmuck mit Kammermusik im Waldhotel die Veranstaltung (18 Uhr), anschließend laden die Kirche St. Suitbertus, die Lokale Thum am Dom, Kniffte, Treff am Rathaus sowie das Rathaus zu insgesamt 18 weiteren Konzerten ein. Der Beginn ist teils parallel von 19.30 bis 23.15 Uhr.

Publikum muss sich für Konzerte entscheiden

Einen Höhepunkt könne man nicht ausmachen, sagt André Saar und scherzt, „man muss sich möglichst vierteilen.“ Tatsächlich sei es nötig, wie bei Heiligenrock, „dass man sich entscheiden muss“. Und diese Entscheidung wollen die Organisatoren den Besuchern möglichst schwer machen. Auftreten werden ausnahmslos Musiker, zumeist Profis, aus der Region oder mit einer Verbindung hierhin. So bietet etwa St. Suitbertus Kirchenmusik mit Kantor Christoph Zirener (19.30 Uhr), den Chor Cantamos (20.45 Uhr) und den Gospelchor Talking People (22 Uhr).

Rock- und Poplieder präsentiert dagegen der Pianist Hauke Ströh im Thum am Dom (19.30 Uhr), der eigene Songs spielt sowie Interpretationen von Sting, Elvis oder Alicia Keys zum Besten gibt.

Tango tanzen bis in die Nacht

Dagegen versprechen Musikerin Karola Pasquay und Sprecher Olaf Reitz in der Kniffte mit „Galgenliedern und anderen Gesängen“ einen Abend (20.45 Uhr) mit Texten des Dichters Christian Morgenstern, anschließend will die junge Sängerin Leonora Huth ihre Zuhörer mit ihrer kraftvollen Stimme berühren (22 Uhr).

Feurige südamerikanische Rhythmen versprechen einerseits die Harfenspielerin Anke Schüppel-Slojewski und der Gitarrist Jürgen Slojewski, wenn sie gemeinsam als Lunacorde im großen Ratsaal auftreten (19.30 Uhr). Dort bittet später, um 23.15 Uhr, das Cuarteto Tango Para Ti zum Tanz und hofft, dass das Publikum bis in die Nacht hinein feiert.

Zeitgleich möchte beispielsweise Florian Franke, der als Jazzer unter den Deutsch-Poeten gilt, das Festival ausklingen lassen: Er tritt im Treff am Rathaus auf.

Organisatoren wünschen sich 2020 eine Neuauflage

Dass Vierklang in Heiligenhaus gut ankommen wird, davon ist der Arbeitskreis Gastronomie überzeugt. „Wir wünschen uns schönes Wetter, zufriedene Besucher und tolle Stimmung in den Gastronomien“, sagt André Saar. Denn die Lokale sollen im Idealfall von Gästen kennengelernt werden, die sonst nicht dorthin gehen – und locken soll die Live-Musik des Festivals zudem Menschen, die vielleicht noch nie in Heiligenhaus gewesen sind.

Sollte Viertelklang genauso gut aufgenommen werden, wie es sich die Organisatoren wünschen, gibt es im nächsten Jahr eine Neuauflage. Saar: „Die Musiker wollen alle gerne wiederkommen.“

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