Ausschuss

Politik will Obstbäume und Wasserspender an Schulen

Obstbäume und -sträucher mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen sollen demnächst in Heiligenhauser Schulen stehen. Das beantragte jetzt die CDU im Bildungsausschuss.

Obstbäume und -sträucher mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen sollen demnächst in Heiligenhauser Schulen stehen. Das beantragte jetzt die CDU im Bildungsausschuss.

Foto: Olaf Fuhrmann

Heiligenhaus.  Die Schulen in Heiligenhaus sollen künftig Obstbäume und Wasserspender bekommen. Darin sieht der Bildungsausschuss einen Beitrag zum Umweltschutz.

Umweltschutz ist in aller Munde, auch und gerade die jüngsten Heiligenhauser engagieren sich auf vielfältige Art und Weise. So haben sie etwa an der Alten Kirchen Wildblumenwiesen gesät und stellen andernorts Insektenhotels auf. Dass Schüler in Zukunft noch weitere Möglichkeiten bekommen, die Umwelt zu schützen, dafür sprachen sich die Mitglieder des städtischen Ausschusses für Bildung und Sport aus.

Im Antrag der CDU-Fraktion ging es am Dienstagabend darum, prüfen zu lassen, ob und wo Obstbäume und -sträucher auf den Grundstücken der Schulen gepflanzt werden können. „Wir wollen Umweltbewusstsein erlebbar machen“, sagte Frank Jakobs. „In den letzten Jahren gab es bereits eine gute Zusammenarbeit mit dem Förster Hannes Johannsen, jetzt soll geprüft werden, wo gepflanzt werden kann, um bisherige Projekte zu ergänzen.“ Diesen Antrag erweitern wollten die Grünen: „Wir bitten die Verwaltung, zu prüfen, ob auch für Hoch- und Gemüsebeete zweckgebunden Geld zur Verfügung gestellt werden kann“, so Anja Winterscheidt.

Der erweiterte Antrag wurde einstimmig angenommen und auch die anwesenden Schulleiterinnen zeigten sich angetan von der Idee: „Wir würden uns über Obstbäume auf der Wiese vor der Schule freuen, wo jetzt schon Wildblumen wachsen. Schön wäre ein Baum für jede Klasse“, sagte Birgitta Posberg, Schulleiterin der Suitbertus-Schule. „Am schönsten wären Obstsorten, die während der Schulzeit von den Schülern geerntet werden können.“ Auch Britta Berschick, Schulleiterin des Immanuel-Kant-Gymnasiums, hätte gerne Obstbäume: „Wir haben den Platz, zum Beispiel auf dem Mittelstufenhof. Und die Idee ist toll. Die Biotop-AG könnte sich mit um die Neuanpflanzungen kümmern.“

An Schulen sollen Wasserspender aufgestellt werden

Dagegen ging es um Müllvermeidung und gesunde, vor allem zuckerfreie Ernährung in einem weiteren CDU-Antrag, der bereits im Juli auf den Tisch gekommen war. Dieser beschäftigt sich mit Wasserspendern an Schulen und soll etwa verhindern helfen, dass die Kinder Plastikflaschen mitbringen. Vor der Sommerpause hatte die Politik die Verwaltung gebeten, die Schulleiter zu fragen, ob überhaupt Interesse an diesen Geräten besteht. Nun ist klar, dass sich das Gymnasium, die Realschule und die Clarenbach-Grundschule über Wasserspender freuen würden. Die Stadtwerke wollen die Geräte sponsern.

„Ein Gerät kostet 4500 Euro, die Erstinstallation zusätzlich 850 Euro, der jährliche Unterhalt beläuft sich auf 700 Euro“, fasste Schuldezernent und Kämmerer Björn Kerkmann die entstehenden Kosten zusammen. Dazu kämen noch 250 Euro für einen CO2-Warnmelder. Britta Berschick freut sich bereits auf die Installation: „Wir möchten den Wasserspender gern im Bereich der Cafeteria aufstellen, die Elternschaft wünscht sich schon länger so ein Gerät. Wiederverwendbare Becher werden dann gegen Pfand ausgegeben, Plastik kommt nicht in Frage.“ Sollten sich die übrigen Schulen später doch solch ein Gerät wünschen, haben sie laut dem Beschluss dann immer noch die Möglichkeit, es aufstellen zu lassen.

Wann sich jedoch an Heiligenhauser Schüler demnächst an diesen Wasserspendern erstmals erfrischen können, ist noch nicht klar.

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