Caritas

St. Josef feiert fröhlich zehn Jahre an der Rheinlandstraße

Das Singen lassen sich die Heimbewohner und die übrigen Gäste bei der Geburtstagsfeier natürlich nicht nehmen.

Das Singen lassen sich die Heimbewohner und die übrigen Gäste bei der Geburtstagsfeier natürlich nicht nehmen.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Das Cariitas-Seniorenzentrum St. Josef zog 2009 in einen Neubau an der Rheinlandstraße. Diesen Geburtstag feierten nun gemeinsam gut 150 Gäste.

Wohlbekannte Volkslieder schmettert der CVJM-Posaunenchor im Caritas-Seniorenheim St. Josef und die Bewohner stimmen fröhlich mit ein. Beim anschließenden Auftritt der Schlossstadtsänger tanzen selbst die Caritas-Mitarbeiter vergnügt mit. Das freut den Einrichtungsleiter Roland Spazier, den Lieder und Tanz gehören zu einer richtigen Geburtstagsfeier dazu. Vor zehn Jahren ist St. Josef an die Rheinlandstraße in ein neues Gebäude umgezogen und das wurde nun ordentlich gefeiert. Den zahlreichen Gästen bieten die Gastgeber so einiges.

Rund 150 Geburtstagsgäste begrüßt Spazier, darunter Freunde, Förderer, Mitarbeiter und natürlich die Heimbewohner mit vielen Angehörigen. „Damit haben wir, ehrlich gesagt, gar nicht gerechnet“, dass so viele Besucher den Weg zum Seniorenheim gefunden hätten. Wie es sich für ein christliches Haus gehört, das der Pfarrgemeinde St. Suitbertus angegliedert ist, beginnt die Feier mit einer kurzen Andacht. Diese hält Pastor Miklós Nuszer und verweist darin auf die Liebe Gottes.

Umzug ans Stadtzentrum brachte Bewohnern viele Vorteile

Thomas Beuse, der vor zehn Jahren das Seniorenzentrum leitete, erinnert an den Umzug am 21. Oktober 2009: „Um sieben Uhr ging es am alten Standort an der Lindenstraße los, um 20 Uhr hatte ich den letzten Lkw-Fahrer hier an der Rheinlandstraße verabschiedet. 64 Bewohner und 74 Mitarbeiter zogen um. Neben den 20 Mann des Umzugsunternehmens halfen alle mit, die Zeit hatten. Und das Schöne war, dass die Küche bereits einige Tage zuvor umgezogen war, so dass sich alle im neuen Haus mit einer Kartoffelsuppe stärken konnten.“ Der Umzug unmittelbar ans Stadtzentrum habe für die Bewohner viele Vorteile gebracht: „Vorher mussten sie immer den steilen Berg von der Lindenstraße hinauf bewältigen.“

Auch die Baugeschichte des Seniorenzentrums ließ Beuse noch einmal Revue passieren. Das 1964 errichtete Altenheim St. Josef an der Lindenstraße war demnach nach 40 Jahren „verbraucht.“ „Es konnte so nicht weiter gehen. Es wurde über Anbau, Umbau und Neubau an derselben Stelle nachgedacht, aber schließlich kam für uns nur eine neue Einrichtung in Betracht.“ Zudem habe sich die Caritas für das Kiekert-Gelände interessiert, dies sei aber letztlich keine Option gewesen. „Gemeinsam mit der Stadtverwaltung kamen wir auf den westlichen Teil des städtischen Parkplatzes an der Rheinlandstraße.“ Dann sei alles ganz schnell gegangen: „Am 7. Juli 2008 wurde der Kaufvertrag mit der Stadt abgeschlossen, drei Wochen später wurde ein Bauunternehmen beauftragt. Bei den Gründungsarbeiten bestätigte sich, dass hier eine Mülldeponie war, deshalb mussten für das Fundament über 600 Betonpfähle in den Untergrund gerammt werden, was eine erhebliche Verteuerung bedeutete.“ Abgenommen wurde der Neubau schließlich am 2. Oktober 2009, nach einjähriger Bauzeit.

Leiter lobt den familiären Charakter seines Seniorenheims

Gefeiert wurden jedoch nicht nur zehn Jahre am aktuellen Standort, betont Spazier, sondern vor allem die Menschen im Seniorenheim: „Unser Haus zeichnet ein sehr familiärer Charakter aus, wir gehen alle liebevoll miteinander um.“ Das zeigt sich auch bei der fröhlichen Geburtstagsfeier, die die Mitarbeiter ehrenamtlich auf die Beine gestellt haben. Neben Kuchen, Kaffee und Grillwurst gibt es Gefrorenes frisch vom Eismann, Hausführungen und eine Ärztin ermöglicht sogar Grippeimpfungen. Die Heiligenhauser Tagesmütter, die mit ihren singenden Schützlingen regelmäßig für Abwechselung sorgen, sind mit einem Schminkstand vertreten. Neben Kinder lassen sich auch einige Bewohner anmalen – nicht gerade im Gesicht, aber Blümchen auf den Händen fanden einige Damen ganz hübsch.

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