Aktion

Stadtradeln bringt mehr als 200 Heiligenhauser in Schwung

Verena Sarnoch und ihre Töchter Nike (Mitte) und Flora nehmen am Stadtradeln teil. Auch Vater Marcus tritt mit in die Pedale.

Verena Sarnoch und ihre Töchter Nike (Mitte) und Flora nehmen am Stadtradeln teil. Auch Vater Marcus tritt mit in die Pedale.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.   Das Stadtradeln läuft noch bis zum 1. Juni. Die Heiligenhauser Familie Sarnoch nimmt teil und erlebt auf zwei Rädern viele interessante Dinge.

Die St.-Suitbertus-Schule hat die meisten aktiven Radler in ihren Reihen: In der ersten Woche des Stadtradelns haben hier 42 Lehrer, Eltern und Schüler unter dem Motto „Radeln mit Herz“ fleißig in die Pedale getreten, um das Klima zu entlasten. „Diese Resonanz ist großartig und ich erhoffe mir davon auch einen längerfristigen Effekt über die dreiwöchige Aktion hinaus“, freut sich Schulleiterin Birgitta Posberg. Auch an anderer Stelle ist die Begeisterung groß.

Aber auch viele andere Heiligenhauser tun etwas für die Umwelt: Insgesamt 209 Teilnehmer fahren bei der deutschlandweiten Aktion Stadtradeln schon den zehnten Tag von und zur Arbeit, zum Brötchenholen, zum Gitarrenunterricht oder in die Schule. In Heiligenhaus wurden bereits 3162 Kilogramm CO2 auf 22.265 Fahrradkilometern gespart. „Sinnlose Kurzstrecken mit dem Auto zu vermeiden, das ist das Ziel“, erklärt Bezirkspolizist und Stadtradler Andreas Piorek.

Knurrende Hunde und kaputter Flurspiegel

Und dieses Ziel hat sich auch meine Familie auf die Fahnen geschrieben. Seit letztem Montag lassen wir morgens das Auto stehen und sammeln für die Teams der Gesamt- und Suitbertusschule Fahrradkilometer. Das war für mich als passionierte Autofahrerin und für die fahrverwöhnten Kinder erst einmal eine Überwindung – aber aufgrund des guten Wetters ließ sich die Sache gut an.

Wir sehen außerdem einiges: Hunde, die sich knurrend auf der Jagd nach uns auf die Straße stürzen. Bekannte, die uns aus dem heruntergekurbelten Fenster ihres Autos aufmunternd anfeuern. Und unseren Flurspiegel, den jetzt mehrere Risse durchziehen, weil sich meine große Tochter mit dem Bügelschloss an der Tasche zu schnell gedreht hat. Die nächsten knapp zwei Wochen kommen bestimmt noch Geschichten dazu – denn wir geben weiter Gas.

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