E-Mobilität

Stadtwerke eröffnen ihre erste öffentliche Elektro-Ladesäule

Stolz präsentieren das Autohaus Croll und Sondermann mit den Stadtwerken deren erste öffentliche Ladesäule in Heiligenhaus: Christoph Sondermann (Inhaber, von links),  Michael Scheidtmann (Geschäftsführer der Stadtwerke), Irisa Mrad (Autohaus) und Dr. Jens Matics, (Stadtwerke).

Stolz präsentieren das Autohaus Croll und Sondermann mit den Stadtwerken deren erste öffentliche Ladesäule in Heiligenhaus: Christoph Sondermann (Inhaber, von links), Michael Scheidtmann (Geschäftsführer der Stadtwerke), Irisa Mrad (Autohaus) und Dr. Jens Matics, (Stadtwerke).

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.   Strom tanken ist nun beim Autohaus Croll und Sondermann an der Selbecker Straße in Heiligenhaus möglich. Weitere Ladesäulen sind geplant.

Wer in Heiligenhaus ein Elektrofahrzeug besitzt, hat nun die Möglichkeit, die neue Schnellladestation der Stadtwerke zu nutzen. Diese E-Ladesäule mit zwei Anschlüssen befindet sich am Parkplatz des Autohauses Croll und Sondermann, an der Selbecker Straße 18, und ist seit Mittwoch, 15. Mai, einsatzbereit. Bei nur einer Säule soll es allerdings nicht bleiben. An welchen Standorten noch im Sommer drei weitere Ladestationen entstehen sollen, ist nun ebenfalls bekannt.

Derzeit sind rund 30 Elektroautos in Heiligenhaus zugelassen. Wenn es nach den Stadtwerken geht, kann sich die Anzahl gerne vergrößern. Dafür soll die erste öffentliche Ladesäule des lokalen Versorgers einen Anreiz bieten. „Jeder Anschluss hat mit je 22 Kilowatt eine Leistung wie ein gesamtes Einfamilienhaus“, erklärt Jens Matics, Leiter der Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken. Die starke Leistungsfähigkeit soll dafür sorgen, dass eine Elektroauto-Batterie innerhalb von anderthalb Stunden komplett aufgeladen werden kann. „Pro Kilometer beträgt der Preis sechs Euro. Zum Vergleich: 100 Kilometer mit dem Treibstoff Super kosten durchschnittlich zehn Euro.“

Bezahlen kann man bequem per Smartphone-App

Wer sein Auto auf einem der zwei Parkplätze an der Ladestation abstellt und aufladen will, kann die Zahlung über die kompatible Smartphone-App bestätigen. Alternativ kann der Zugang zur Station auch durch einen Ladeschlüssel erfolgen. Kunden der Stadtwerke und von Neander Energie können einen solchen Schlüssel sogar kostenlos bekommen.

Dass die öffentliche Stromzapfsäule am Autohaus errichtet wurde, kam aufgrund des Inhabers Christoph Sondermann zustande. Er sprach die Verantwortlichen der Stadtwerke im richtigen Moment an. „Der Standort kam für uns aufgrund der guten Lage in Frage. Wer zum Beispiel zum Heljensbad geht, kann in der Zwischenzeit sein Auto hier aufladen“, so Jens Matics.

E-Mobilität wird laut des Autohauses weiter wachsen

Und auch bei den drei zusätzlich geplanten Ladestationen wurden Orte gewählt, an denen die Heiligenhauser länger verweilen können, während ihr Fahrzeug aufgeladen wird. So sollen noch diesen Sommer die Hülsbecker Straße, Laubecker Straße und Abtskücher Straße weitere Standorte zum Laden eines Elektrofahrzeuges werden.

Dass die E-Mobilität in Zukunft weiter wachsen wird, ist für Christoph Sondermann sicher: „Schon jetzt bekommen wir drei bis vier Mal die Woche Anrufe von Bürgern, die sich bezüglich einer Ladestation informieren wollen.“ Die Nachfrage übe zudem auch bei den Herstellern Druck aus. „Sie wollen immer mehr Elektroautos produzieren.“ Und auch beim Autohaus habe man weitere Pläne was das strombetriebene Fahren angeht, so Sondermann: „Ich kann mir auch gut vorstellen, in Zukunft zusätzlich einen Verleih für E-Roller und E-Bikes anzubieten.“

>> DIE LADESTATIONEN NUTZEN ÖKO-STROM

  • Eine öffentliche Ladesäule kostet in der Anschaffung rund 12.000 Euro.
  • Die Stadtwerke Heiligenhaus nutzen für die örtlichen Ladestationen ausschließlich Öko-Strom.
  • Im gesamten Kreis Mettmann sind derzeit insgesamt 758 Elektroautos zugelassen.
  • In Heiligenhaus gibt es generell bereits Ladesäulen, zum Beispiel auf dem Basildonplatz.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben