Musik

Zwei Heiligenhauser DJs wollen die Musikwelt erobern

Die beiden Heiligenhauser Discjockeys DJ Sam (links) & Frankee wollen nach ihrem Auftritt beim „Smag Sundance Festival“ am Baldeneysee durchstarten.

Die beiden Heiligenhauser Discjockeys DJ Sam (links) & Frankee wollen nach ihrem Auftritt beim „Smag Sundance Festival“ am Baldeneysee durchstarten.

Foto: Sam & Frankee

Heiligenhaus.  Das Heiligenhauser DJ-Duo Sam & Frankee ist bei dem bekannten Musikfestival „Smag Sundance Festival“ aufgetreten. Nun haben sie Großes vor.

Das könnte der Grundstein für eine große Karriere sein: Das Heiligenhauser Discjockey-Duo Sam & Frankee hat den Online-Wettbewerb des „Smag Sundance Festivals“ am Baldeneysee gewonnen und durfte dort vergangene Woche live auflegen. Das Festival hat sich über die letzten Jahre auch als Electro-Festival etabliert: 12.500 Gäste sorgten für „ausverkauft“.

Zusammen mit internationalen DJs und House-Größen

Auf der Bühne dabei waren bekannte internationale DJs wie Hugel und Dynoro, die mit „Bella Ciao“ und „In my Mind“ 2018 große Hits gelandet haben, und Alle Farben, der mehr für entspannte und groovige Musik steht. Auf der in diesem Jahr erstmals bereitgestellten Electronic Bühne legten House-Größen wie Format:B oder Tube Berger auf – und das Heiligenhauser Duo Sam & Frankee. Noch nie gehört? Doch diesen Namen sollte man sich unbedingt merken:

Dahinter stecken zwei 17-jährige Schüler, die auf das Immanuel-Kant-Gymnasium gehen: Es sind Sam Kamminga und Marius Franke-Zimmer. Sie durften das Festival auf der Electronic Bühne eröffnen.

Das Stressigste war die Namensfindung

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass die beiden Freunde zusammen Musik machen? Und wie viel ist bei so einem Live-Set wirklich spontan gemixt – und was schon im Voraus produziert? Doch der Reihe nach: In der siebten Klasse stellten beide fest, dass ihr Musikgeschmack sehr ähnlich ist: Sie lieben elektronische Musik. „Wir sind dann zusammen durch alle Genres gehüpft“, erklärt Marius. Hängengeblieben sind sie dann bei House. „In der zehnten Klasse hatten wir dann beide den Wunsch, etwas Eigenes zu produzieren“, ergänzt Sam. Schnell hatten sie die erste Ausrüstung dafür angeschafft: Studioboxen, Kopfhörer, einen Controller und natürlich die richtige Software.

Mit Hilfe von YouTube-Tutorials wurden sie immer besser. Und schon im vergangenen Jahr hätten die Jungs von dem DJ-Wettbewerb des Smag Sundance Festivals gehört, doch um mitzumachen war damals die Zeit zu knapp. Das war diesmal anders, wie Sam erzählt: „Wir haben uns echt gut und lange vorbereitet, hatten das einstündige Set frühzeitig fertig und haben uns dann beworben.“ Das Stressigste sei da die Namensfindung gewesen, da die beiden Perfektionisten keinen optimalen Künstlernamen fanden. Am Ende wurde es Sam & Frankee.

Unter 50 Bewerbern durchgesetzt

So wurden sie aus 50 Bewerbern vom Festival-Team unter die letzten sechs gewählt, die sich dann einer Online-Abstimmung gestellt haben. Und auch hier konnten die Heiligenhauser mit Bravour bestehen, sahnten fast 40 Prozent der Stimmen ab.

Nach ein paar Telefonaten mit dem Festival-Team war alles klar – auf einmal standen die 17-Jährigen auf der Bühne. Und das ohne ein vorproduziertes Set: „Wir haben nur vorher einen ungefähren Ablauf abgesprochen, also dass wir ruhig anfangen und dann immer schneller werden. Aber sonst haben wir alles live entschieden, nach Instinkt und natürlich bezogen auf die Reaktionen des Publikums“, erklärt Marius. Diese seien im Allgemeinen sehr positiv gewesen, viele Gäste seien nach ihrem Set auf die Jungs zugekommen.

Duo will unbedingt den Durchbruch schaffen

Und wie soll es jetzt weitergehen? „Wir wollen unbedingt als DJs den Durchbruch schaffen. Das ist unser großer Traum“, blickt Marius in die Zukunft. Auch Sam schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir werden jetzt sehr viel Gas geben, um eigene Songs zu produzieren und immer besser zu werden. Wir wollen uns schnellstmöglich einen Namen machen. Denn wer weiß, wie viel Zeit wir neben dem Abistress und dem sehr wahrscheinlich folgenden Studium noch haben werden.“

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