Corona

82-Jährige übersteht die Corona-Infizierung

Trotz des Umbaus der Lungenklinik kann der Betrieb normal weiterlaufen.

Trotz des Umbaus der Lungenklinik kann der Betrieb normal weiterlaufen.

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.  Eine 82-jährige Patientin, die an Covid-19 erkrankt war, ist in der Lungenklinik wieder genesen.

Gute Nachrichten in der Corona-Krise sind Balsam für die Seele. So konnte eine 82-jährige Patientin, die an Covid-19 erkrankt war und rund zwei Wochen auf der Isolierstation der Lungenklinik behandelt wurde, am Mittwoch als geheilt entlassen werden. „Für die Patientin und ihre Angehörigen, aber auch für viele andere Menschen der Region, die eine Corona-Infektion befürchten, ist das ein sehr wichtiges Signal“, erklärt Torsten Schulte, kaufmännischer Direktor der Lungenklinik Hemer. So war die Patientin auf Grund ihres Alters der Hochrisikogruppe zuzuordnen, konnte aber nun das Virus besiegen und die Erkrankung mit Covid-19 überstehen.

Sechs Infizierte werden nochin Lungenklinik behandelt

Derzeit befinden sich drei Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Behandlung auf der Isolierstation. Drei weitere Covid-19-Patienten werden beatmet und intensivmedizinisch betreut. Ihr Zustand ist aktuell stabil. Bei einem Patienten werde derzeit schrittweise die Beatmung wieder zurückgeführt, berichtet Torsten Schulte. Hier gebe es ebenfalls bereits einen ersten negativen Coronavirus-Test. „In den übrigen Bereichen der Lungenklinik Hemer läuft die normale Patientenversorgung weiter, allerdings, wie in anderen Krankenhäusern derzeit auch, deutlich reduziert.“ So würden Kapazitäten geschaffen, um mögliche weitere Patienten mit schweren Erkrankungsverläufen behandeln zu können. Die Auslastung der Hemeraner Fachklinik liegt momentan bei 40 Prozent.

„Vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt unser herzlicher Dank. Sie leisten seit Beginn der Corona-Pandemie Außerordentliches und setzen sich tagtäglich mit hohem Engagement für die Gesundheit unserer Patienten ein“, so der kaufmännische Direktor der Fachklinik für Lungenkrankheiten. Ihrem Einsatz und der guten Vorbereitung des Krankenhauses auf die Corona-Pandemie sei es zu verdanken, dass die Lungenklinik nach wie vor einsatzbereit sei und Menschen mit schweren Lungenerkrankungen versorgen könne.

Lungenklinik wird keinreines Corona-Krankenhaus

In Hemer hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Lungenklinik ein reines Corona-Krankenhaus werden soll, wie es das zum Beispiel im Hochsauerlandkreis gibt. Auf Nachfrage beim Märkischen Kreis dementierte Pressesprecher Hendrik Klein diese Annahme und betonte, dass sich alle Krankenhäuser gegen ein zentrales Krankenhaus für Patienten mit Covid-19-Erkrankung ausgesprochen haben. Das habe auch mit den vielleicht zu langen Transportwegen und den damit verbundenen zusätzlichen Kontakten zu tun, so Klein. Die Lungenklinik sei auch nie angesprochen worden, speziell als „Corona-Krankenhaus“ zur Verfügung zu stehen, heißt es aus der Lungenklinik.

Der MK sieht sich gut aufgestellt. Inzwischen stehen in den acht Krankenhäusern insgesamt 150 Betten für mögliche Corona-Patienten bereit, weil Freiräume geschaffen wurden. „Wir sind zuversichtlich, auf insgesamt 200 zu kommen“, so Hendrik Klein. Zusätzliche Beatmungsgeräte seien bestellt worden.

Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises verzeichnet aktuell 19 Infizierte, einen Gesunden und 65 Kontaktpersonen in Hemer .

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