Zeitschrift

Badespaß vom Damm bis zum Langenbruch

Hemer. Die dritte diesjährige Ausgabe der Heimatzeitschrift „Der Schlüssel“ ist erschienen und bietet reichlich Gelegenheit, sich über die Bademöglichkeiten für die Hemeraner Bevölkerung früher und heute zu informieren. Ursprünglich war die Hemeraner Bevölkerung auf Badegelegenheiten in Iserlohn angewiesen. So besuchte man das Stadtbad Iserlohn, das Bad Marienbrunnen bei Griesenbrauck, das Freibad Schleddenhof oder auch die einfache Badeanstalt im Traditionsgasthaus Korth in der Calle. Dort hieß es, wenn der Bademeister durch den Gang kam: „Zieht die Füße ein, es kommt heißes Wasser - und dann goss er in jede Wanne heißes Wasser nach.“

Allmählich gab es aber auch immer mehr Möglichkeiten, in Hemer baden zu gehen. Genannt wird das Ausflugslokal Hugo Schulte in Apricke und das eigene eingerichtete Badehaus des Gasthofs Bellwinkel in Sundwig. Und auch der Hemeraner Schwimmverein baute endlich ein Freibad „Am Damm“, das sich aus kleinen Anfängen heraus zu dem heutigen modernen Freibad entwickelte. Mit dem Schwimmbad im Langenbruch bei Deilinghofen endet der erste Teil des Badeberichtes, der von dem kürzlich verstorbenen Robert Gräve verfasst wurde.

„Der Schlüssel“ würdigtVerdienste von Robert Gräve

Der Nachruf des Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins Hemer in diesem Heft würdigt seine unvergessenen großen Verdienste in der Museums- und Heimatarbeit. Die Aufarbeitung der Geschichte der Vituskirche lag ihm besonders am Herzen.

Darauf folgen längere Auszüge aus der Geschichte Westfalens von Joseph Hartmann (1912) mit dem Titel „Handel und Gewerbe in Westfalen und der Grafschaft Mark in früherer Zeit besonders mit besonderer Berücksichtigung der Eisenindustrie“.

Das Heft „Der Schlüssel“ endet mit zwei gut bebilderten Beiträgen aus dem Nachlass des im vorigen Jahr verstorbenen Erwin Prüßner. Zum einen „Bilveringsen am Ender der Autobahn“ und zum anderen „Angaben zur ehemaligen Gemeinde Calle und zum Wohnplatz Calle“. Manche seiner Angaben dürften bisher kaum bekannt sein.

Für den Preis von 4,20 Euro ist „Der Schlüssel“, verfasst vom Bürger- und Heimatverein Hemer ,im den Buchladen am neuen Markt oder im Felsenmeer-Museum erhältlich.

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