Vereine

Drei große Neuerungen für die Hospizbewegung

Carsten Lorentz (re.) ist der neue Vorsitzende der Ambulanten Hospizbewegung Hemer. Das Amt hat er von Dorothea Hoffmann(3.v.li.) übernommen, die nun Beisitzerin ist. Der restliche Vorstand wurde wiedergewählt: (v.li.) Jörg Beckmann, Eva Thielen, Silke Schulenburg, Markus Falk, Sabine Kruth, Barbara Fricke.

Carsten Lorentz (re.) ist der neue Vorsitzende der Ambulanten Hospizbewegung Hemer. Das Amt hat er von Dorothea Hoffmann(3.v.li.) übernommen, die nun Beisitzerin ist. Der restliche Vorstand wurde wiedergewählt: (v.li.) Jörg Beckmann, Eva Thielen, Silke Schulenburg, Markus Falk, Sabine Kruth, Barbara Fricke.

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.   Carsten Lorentz übernimmt das Amt von Dorothea Hoffmann. Altes Amtshaus soll Begegnungsstätte in Hemer werden. Verein verabschiedet neue Satzung.

Gleich drei Neuigkeiten konnte der Vorstand des Ambulanten Hospizkreises auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch vermelden. Einerseits wurde ein neuer Vorsitzender gewählt. Carsten Lorentz übernimmt den Vorsitz von Dorothea Hoffmann. Außerdem hat der Verein eine neue Satzung und kann sich ab Juli auf neue Räumlichkeiten freuen. Das Alte Amtshaus wird dann zur „Begegnungsstätte in Hemer“.

Beruf als Trauerredner passt zur neuen Aufgabe

Noch ein wenig verlegen reagiert der frisch gewählte Vorsitzende Carsten Lorentz auf sein neues Amt als Vorsitzender. „Mir ist der Verein sehr ans Herz gewachsen“, sagt er. Im Vorstand war er schon vorher aktiv – vier Jahre lang ist er Beisitzer gewesen. Nun wechselt er mit Dorothea Hoffmann die Rollen – sie ist nun Beisitzerin statt Vorsitzende. Sie selbst sagt: „Irgendwann ist es genug mit der Verantwortung. Und der junge Mann hat mehr Elan.“ Lorentz wohnt seit 20 Jahren in Hemer. Sein Beruf als Trauerredner passt zu seiner neuen Aufgabe. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

In diesem und im kommenden Jahr hat sich der 50-Jährige viel vorgenommen. „Ich werde mich vor allem nach neuen Sterbebegleitern für unseren Verein umsehen“, erklärt er. Außerdem will er neue Schulungen für Sterbebegleiter einführen. 2020 soll es soweit sein. Einzelheiten sind jedoch noch nicht bekannt. Möglicherweise arbeitet der Verein dafür mit dem Hospizkreis Menden zusammen.Wichtig sei es ihm auch, den Hospizgedanken weiter zu tragen. „Tod ist immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Das muss sich ändern“, betont er.

Die neuen Räumlichkeiten im Alten Amtshaus dürften dieses Anliegen von Carsten Lorentz unterstützen. Das Amtshaus soll zur Begegnungsstätte werden. Dort können sich Bürger vor allem zu den Themen Sterbebegleitung und Palliativmedizin beraten lassen. „Beratung ist immer wichtig“, erklärt Lorentz. Aber auch rechtliche Fragen um Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen sollen in der neuen Begegnungsstätte geklärt werden.

Mit Steuerberater und Notar die Satzung überarbeitet

Der Zugang zur Begegnungsstätte wird barrierefrei sein. Ab Juli kann die Ambulante Hospizbewegung den Raum im Amtshaus nutzen. Dies bekräftigte Bürgermeister Michael Heilmann noch einmal in seiner Rede auf der Jahreshauptversammlung.

Nach 15 Jahren wurde auch die Satzung des Vereins noch einmal überarbeitet. „Die Satzung wurde modernisiert und auf den neuesten Stand des Vereinsrecht gebracht“, erklärt Dorothea Hoffmann. Verabschiedet wurde die neue Satzung schon in der Vorstandssitzung des Vereins am 13. Februar. Kassierer Markus Falk hat die Satzung mit einem Steuerberater und in Absprache mit dem Finanzamt in eine neue Form gegossen. Von einer Notarin, die auf Vereinssatzungen spezialisiert ist, hat sich der Vorstand beraten lassen.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden zudem die anderen Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Barbara Fricke ist weiterhin stellvertretende Vorsitzende, Schriftführerin bleibt Eva Thielen, Markus Falk ist auch zukünftig der Kassierer der Hospizbewegung. Neben Dorothea Hoffmann sind Silke Schulenburg, Sabine Kruth und Jörg Beckmann Beisitzer im Vorstand.

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