Integration

Engagiertes Team setzt sich für Geflüchtete ein

Flüchtlingsnetzwerk Hemer

Flüchtlingsnetzwerk Hemer

Foto: Annabell Jatzke / Annabell jatzke

Hemer.  Ehrenamtlich Aktive des Flüchtlingsnetzwerks Hemer engagieren sich für die Integration geflüchteter Menschen.

Engagiert setzen sich die etwa 20 ehrenamtlichen Aktiven vom Flüchtlingsnetzwerk Hemer zusammen mit weiteren Helfern für die Integration geflüchteter Menschen in der Felsenmeerstadt ein. Ihnen liegt viel daran, dass sich die Flüchtlinge, die nunmehr in Hemer ein neues Zuhause gefunden haben, einerseits wohlfühlen, andererseits aber auch vollständig integriert sind. Und dabei ist es ganz egal, ob die Flüchtlinge in der Kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung (KEA) oder in Wohnungen im gesamten Stadtgebiet leben.

Hilfe bei Behördengängen und Arztbesuchen

Wenn die Geflüchteten nach Deutschland kommen, fühlen sie sich meist fremd. Unbekannte Behördengängen, verzweifelte Wohnungssuche, fremde Kultur und vieles mehr beängstigen. Hier greift das Flüchtlingsnetzwerk tatkräftig zu, es lässt die Geflüchteten nicht alleine. Derzeit leben in der Felsenmeerstadt insgesamt rund 322 Geflüchtete, 71 von ihnen sind in der KEA untergebracht, der Rest bewohnt städtische beziehungsweise eigene Wohnungen.

Die Hilfestellungen des Flüchtlingsnetzwerkes sind vielfältig. So werden die Flüchtlinge bei Behördengängen, Arztbesuchen oder ähnlichem unterstützt. Außerdem sind die Ehrenamtlichen bei der Wohnungssuche behilflich. Ebenfalls sind die Helfer bemüht, den Geflüchteten Sprachkurse zu vermitteln. Stehen dann wichtige Prüfungen an, werden gemeinsam deutsche Vokabeln, Grammatik und Rechtschreibung gepaukt. Um sich in der neuen Heimat wohlzufühlen, braucht es aber mehr als ein Dach über dem Kopf und Sprachkenntnisse – auch dabei steht das Flüchtlingsnetzwerk mit Rat und Tat zur Seite.

Sommerfeste und Gartenpartys gehören dazu

Es werden Kontakte zu Sportvereinen oder anderen Vereinen geknüpft, wo sich die Flüchtlinge integrieren und neue Freunde finden können. Oftmals werden auch Zusammenkünfte unter den Geflüchteten organisiert, beispielsweise kommen Helfer vom Flüchtlingsnetzwerk und Flüchtlinge bei Gartenpartys zusammen. Aber auch Fastenbrechen, Sommerfest, Weihnachtsfeier und andere Freizeitaktivitäten stellen die Helfer vom Kreis auf die Beine.

Ein regelmäßiges Angebot ist zudem das Begegnungscafé donnerstags ab 14.30 Uhr in der KEA. Wer die Stimmung bei den Zusammentreffen von Flüchtlingen verschiedenster Nationalitäten und den Helfern vom Flüchtlingsnetzwerk erlebt, ist begeistert. Hier wird friedlich trotz unterschiedlicher Religionen zusammengesessen, geplauscht oder auch gefeiert.

Treffen finden meist alle zwei Wochen in der KEA statt

Viele Freundschaften sind zwischen den Helfer und den betreuten Geflüchteten bereits entstanden, man kümmert sich herzlich umeinander. Die Dankbarkeit ist groß, die Flüchtlinge geben sehr viel zurück. „Wir versuchen für alle Flüchtlinge ansprechbar zu sein“, so Susanne Spieckermann, die eine der Ehrenamtlichen ist. Wichtig ist bei dem ganzen Einsatz auch der Austausch und die Kommunikation der Helfer untereinander.

Alle zwei Wochen kommen die Ehrenamtlichen in etwa zusammen, meistens montags um 18 Uhr in der KEA. Interessierte sind dabei herzlich willkommen, ist man doch stetig auf der Suche nach weiteren Ehrenamtlichen.

Wer Interesse hat, sich beim 2017 gegründeten Flüchtlingsnetzwerk Hemer zu engagieren, kann sich mit Susanne Spieckermann unter 74027 und mit Kirsten Bartke-El Massouab von der Stadt Hemer unter 551290 in Kontakt setzen. Gesucht werden Helfer für unterschiedliche Aufgaben. „Es wird immer Hilfe gebraucht“, sind sich schließlich alle Mitglieder des Netzwerkes einig.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben