Geschichte

Erinnerungen an Keimzelle christlichen Lebens

Chronologie St. Vitus: Holm Diekenbrock, Robert Gräve und Andreas Bisigo (v.l.)

Chronologie St. Vitus: Holm Diekenbrock, Robert Gräve und Andreas Bisigo (v.l.)

Foto: Annabell Jatzke / Annabell jatzke

Hemer.  Der Bürger- und Heimatverein freut sich über den Einsatz von Robert Gräve, der die Chronologie von St. Vitus niedergeschrieben hat.

Zwei Schriftreihen gibt der Bürger- und Heimatverein Hemer heraus: Neben der Zeitschrift „Der Schlüssel“ dient seit 1963 „Die Fibel“ in unregelmäßigen Abständen als Plattform für Veröffentlichungen, deren Umfang den Rahmen des „Schlüssel“ sprengen würde. „Uns macht die neue Publikation sehr stolz“, so der BHV-Vorsitzende Holm Diekenbrock, dem die Freude über den neuen, nunmehr elften Fibel-Band bei der Präsentation anzusehen ist. Hinzu kommt die Dankbarkeit gegenüber Robert Gräve. Der Schriftführer des BHV war Ideengeber und Autor des Fibel-Bandes „Chronologie St. Vitus – Hemers Orts- und Kirchengeschichte im Spiegel der Vitus-Kirche“.

Das Vitus-Projektauf den Weg gebracht

Gräve hat seinerzeit auch das Vitus-Projekt initiiert. Im September 2016 wurde das Projekt das erste Mal erwähnt. Damals war es aber als „kleine Sache“ gedacht, nicht mehr als ein paar Rasensteine sollten das Fundament im Park von Haus Hemer sichtbar machen – so zumindest der erste Gedanke. Dass heute ein tolles Denkmal, das an die 1818 abgerissene Vitus-Kirche in Niederhemer erinnert, daraus geworden ist, freut alle Beteiligten umso mehr. Dem katholischen Pastoralverbund Hemer, Helfern und Sponsoren und eben dem Enthusiasmus von Robert Gräve sei Dank, dass am 14. Oktober 2017 ein Vitus-Denkmal eingeweiht werden konnte, was sich niemand in der Form erträumt hätte. Die Vitus-Kirche ist der Ursprung des christlichen Gemeindelebens in Hemer. Mit Gabionen, die den Grundriss des für Hemer so wichtigen Gotteshauses exakt nachbilden, und einem Gedenkstein, wird der Keimzelle christlichen Lebens in der Felsenmeerstadt gedacht. Was Robert Gräve in diesem Zusammenhang freut: Die Gedenkstätte wird von beiden Konfessionen unter anderem für Gottesdienste gleichermaßen genutzt. In dem neuen Fibel-Band hat Gräve nunmehr 90 Puzzle-Teile rund um die Vitus-Kirche in eine Chronologie gebracht. „Alles, was ich über die Vitus-Kirche weiß“, fasst Gräve den Inhalt zusammen. Ob Literatur, Archivarbeit, Abbildungen, Bilder und vieles mehr – der interessierte Heimatfreund hat alles gesammelt und chronologisch aufbereitet.

„Der Schlüssel“ zum Themamittlerweile vergriffen

Im „Schlüssel“ 24/17, der mittlerweile vergriffen ist, wurde bereits auf knapp 20 Seiten auf St. Vitus eingegangen, die 105 Seiten werden nun der Quelle christlichen Lebens viel mehr gerecht. Angefangen von 836 bis 2018 finden sich über die Jahrhunderte hindurch interessante Fakten rund um St. Vitus und dem späteren Denkmal. Ebenso ist ein umfangreicher Anhang in der Fibel zu finden, in diesem sind unter anderem Rekonstruktionsversuche des Hemeraner Hobbymalers Robert Bluhm zu sehen. Der elfte Fibel-Band, der finanziell vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt wurde, ist ein Hemeraner Produkt durch und durch, wurde er doch in der ansässigen Druckerei Dämmer gedruckt. Da die Auflage nur 150 Exemplare umfasst, lautet der Rat von Robert Gräve wie folgt: „Sichern Sie sich dringend eines!“. Die erste offizielle Gelegenheit, sich ein Exemplar zu sichern, besteht im Rahmen des großen Museumsfestes, das am 25. August 2019 ans Felsenmeer-Museum lockt. Zwischen 11 und 18 Uhr werden dann Musik und andere Programmpunkte für Unterhaltung sorgen. In der alten Villa Grah wird ein Museumsquiz mit attraktiven Gewinnen wie beispielsweise einem Fernseher oder einer Jahreskarte für den Sauerlandpark Hemer angeboten. Des Weiteren gibt es einen Bücherbasar und einen Rückblick auf 30 Jahre Felsenmeer-Museum. Das leibliche Wohl wird selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen. Alles ist angerichtet für ein unvergessliches Museumsfest. Der Vorstand des BHV Hemer hofft nur noch auf gutes Wetter und viele interessierte Besucher aus nah und fern. „Wer beim Museumsfest einen Mitgliedsantrag für den BHV unterschreibt, bekommt den Beitrag für 2019 und 2020 geschenkt“, berichtet Pressesprecher Andreas Bisigo von einem weiteren Highlight zum Fest. Über das Fest hinaus ist der neue, elfte Fibel-Band im Buchladen am Neuen Markt sowie im Felsenmeer-Museum selbst für 8,50 Euro erhältlich. Und alle interessierten Heimatfreunde können schon gespannt sein, Ideen für den zwölften Band gibt es bereits.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben