Stadtentwicklung

Ideen für Park, Naherholung und Radwege

Die  Planungswerkstatt Stadtmitte und Westig fand  im Gymnasium

Foto: Carmen Ahlers

Die Planungswerkstatt Stadtmitte und Westig fand im Gymnasium Foto: Carmen Ahlers

Hemer.   Die erste Stadtteilkonferenz brachte im Gymnasium Bürger aus dem Zentrum und aus Westig zusammen.

Wo liegen die Stärken der Stadt Hemer, was sind die Schwächen? Bürgerbeteiligung ist in der Felsenmeerstadt erwünscht, wenn es darum geht, ein neues Stadtentwicklungskonzept aufzustellen. Nach der Auftaktveranstaltung im Oktober hatte die Stadt Hemer am Donnerstagabend zur ersten Stadtteilwerkstatt in die Aula des Woeste-Gymnasiums eingeladen. Hier standen die Stadtmitte und der Ortsteil Westig im Blickpunkt. Die Resonanz ließ wie beim Auftakt auch ein wenig zu wünschen übrig, denn abzüglich der Vertreter der Stadt und des Fachbüros „plan lokal“ waren es rund 40 Bürger, die sich in den Workshops einbrachten und ihre Anregungen zu Papier brachten.

Schon 131 Ideen im Internetportal abgegeben

Bürgermeister Michael Heilmann machte zu Beginn der Veranstaltung noch einmal deutlich, wie wichtig ein neues Stadtentwicklungskonzept sei. „Die Stadt darf nicht stillstehen, und es gehört zu meinen Aufgaben, die Stadt in Bewegung zu halten. Wir müssen vermeiden, dass die Bürgersteige hochgeklappt werden“, sagte Heilmann und freute sich, dass es schon 131 Ideen sind, die im Internet auf planportal Hemer abgegeben wurden. Die Stadtteil-Werkstatt am Donnerstag ist der Anfang einer Reihe, es folgen sieben weitere Termine in den Ortsteilen.

Anfangs erläuterte Alfred Körbel von „plan lokal“ das Procedere, ehe es an die Tische ging. Die Diskussion war eröffnet, und einige griffen ohne zu zögern zu Eddingstift und Papier, um ihre Gedanken aufzuschreiben. Die Stellwände füllten sich schnell, denn in der Stadtmitte und auch in Westig bewegt die Menschen so einiges – Positives, als auch Negatives. Obergriffe waren „Leben im Stadtteil“ sowie „Stadtteil und sein Umfeld“. Die Bürger griffen in ihren Gedanken die vorgegebenen Begriffe wie Freizeit, Kultur und Sport auf. Zudem ging es um die Nahversorgung sowie um Wohnen und Nachbarschaft. Das Landschaftsbild war genauso Thema wie die Vernetzung oder die verkehrliche Anbindung.

Mittlere Kleinstadt mit allen dazugehörigen Vorzügen

Im Stadtzentrum erfreuen sich die Bürger am Friedenspark und der Boulebahn; es wird gewünscht, dass der Teich samt Springbrunnen wieder zum Leben erweckt wird. Zudem wünscht sich ein Bürger, dass der Friedenspark mehr in die Aktivitäten des JuK und von Schulen eingebunden wird, weil Kinder und Jugendliche so lernen würden, den Park zu schätzen. Negativ fällt den Anwohnern aktuell auf, dass immer wieder Trinkgelage im Park stattfinden und der Müll einfach liegengelassen wird. Zudem wünscht man sich eine Beleuchtung für den Friedenspark. Positiv bewertet wurde dass die Innenstadt barrierefrei ausgebaut und die Kriminalität verhältnismäßig niedrig sei. Hemer wurde als „mittlere Kleinstadt mit allen dazugehörigen Vorzügen“ beschrieben. Man wünscht sich mehr Wohnungen für Familien in der Innenstadt.

Was der Friedenspark in der Stadtmitte ist, ist der Westiger Park in Westig: Der Park wird auch dort als Naherholungsgebiet gesehen; die Westiger wünschen sich aber eine bessere Pflege. In Westig freut man sich über die gute Anbindung in die Stadtmitte und nach Iserlohn. man wünscht sich einen Radweg nach Iserlohn, aber insgesamt wird das Radwegenetz für ausbaufähig gehalten. Verkehrliche Missstände wurden überwiegend in der Innenstadt gesehen, die auch zu einer Gefährdung für Fußgänger und Belastung für Anwohner werden. Die Ampelsituation muss verbessert werden, und einige Bürgersteige gelten durch Baumwurzeln als nicht sicher.

An der Schulstraße fordern Bürger eine Beschränkung der Lkw auf 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, und wünschen sich die Schulstraße als Einbahnstraße. Dies sind nur einige Denkanstöße, die Bürger aus dem Stadtzentrum und dem Ortsteil Westig zusammengetragen haben. Die nächste Stadtteilwerkstatt findet am kommenden Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr in der Festhalle Becke (Becke, Edelburg, Mesterscheid und Asenberg) statt.

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