BM-Wahl

„Koalitionäre beschädigen politische Glaubwürdigkeit“

UWG-Fraktionsvorsitzender Knut Kumpmann

UWG-Fraktionsvorsitzender Knut Kumpmann

Foto: Privat / IKZ Hemer

Hemer.  Die UWG nimmt Stellung zur BM-Nominierung der Ratsmehrheit und möchte Wählern eine Alternative anbieten.

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Die Unabhängige Wählergemeinschaft möchte den Hemeranern bei der Bürgermeisterwahl 2020 eine echte Alternative zum bislang einzigen Kandidaten der vier Ratsfraktionen CDU, SPD, GAH und FDP bieten. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem Kandidaten mit ähnlichen Qualifikationen“, sagt UWG-Fraktionschef Knut Kumpmann.

Im Vorfeld der Nominierung von Christian Schweitzer seien mit der UWG keine Gespräche geführt worden. In einer Stellungnahme schreibt die UWG: „Nach der glücklosen BM-Kandidatenauswahl von CDU und SPD im Jahre 2016, wollte man jetzt offenbar auf Nummer sicher gehen. Dass Christian Schweitzer für die CDU die Kohlen aus dem Feuer holen soll, geht in Ordnung; dass die Viererkoalition damit aber ohne Bürgerentscheid den nächsten Bürgermeister aushandelt, jedoch nicht.

Hat die Fraktionen nach dem Überraschungserfolg von UWG- Kandidat Michael Heilmann in 2016 der Mut verlassen? Was ist der Quadriga aus CDU, SPD, GAH und FDP die Bürgerstimme noch wert, wenn man in geheimen Sitzungen einen gemeinsamen Kandidaten benennt, dessen Wahl aufgrund der politischen Konstellation alternativlos erscheint?

Die Koalitionäre missachten damit das eindeutige Bürgervotum für Michael Heilmann. Das Vorgehen der vier Ratsfraktionen schafft die Voraussetzungen für eine ‘Wahl’, bei der der Bürger keine Wahl hat und beschädigt damit die politische Glaubwürdigkeit: das ist aus unserer Sicht undemokratisch.

„SPD, GAH und FDP imFahrwasser der CDU“

Die vermeintliche Sicherheit des Wahlsieges kostet SPD, GAH und FDP das politische Profil, weil diese sich im Fahrwasser der CDU, Mühe und Unwägbarkeiten einer eigenen Positionierung sparen. Mögliche wechselseitige Verpflichtungszusagen für die Gefolgschaft, bleiben für den Wähler im Dunklen und werden dann Morgen und Übermorgen auf das Tagesgeschäft wirken. Heute braucht es klare politische Bekenntnisse. Berechnender Opportunismus ist fehl am Platze.“

Die UWG verweist auf ihre Unabhängigkeit, die sie 2016 mit dem eigenen Bürgermeister-Kandidaten bewiesen habe, den keine andere Fraktion mitgetragen habe. „Wir werden uns auch weiterhin unabhängig von Parteiklüngeleien für unsere Stadt einsetzen und uns deshalb bemühen, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu finden, um den Bürgern eine echte Wahl zu ermöglichen“, so Knut Kumpmann.

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