Politik

Liberale kritisieren Außenanlagen des neuen Hallenbades

Außenansicht des neu geplanten Hemeraner Hallenbades Entwurf

Außenansicht des neu geplanten Hemeraner Hallenbades Entwurf

Foto: Privat

Hemer.  FDP konkretisiert Kritik zur Entwurfsplanung des neuen Hallenbades.

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause hatte die FDP ihre Kritik zu den Außenanlagen für den Entwurf des Hallenbades geäußert. In einer Pressemitteilung geht die Partei genauer darauf ein, was, so die FDP, verbesserungswürdig ist. Den Liberalen sei vor allem eine „naturnahe, aber trotzdem praktikable und bezahlbare Gestaltung der Außenanlagen“ wichtig.

Das geplante zweigeteilte Dekobecken im Außenbereich des Hallenbades ist 28 Zentimeter – und nicht wie berichtet 28 Meter – tief und soll über 95.000 Euro kosten. Dazu soll es laut Vorlage für 8500 Euro Wasserpflanzen geben. Etwa 400 laufende Meter Ligusterhecke sollen die Rasenflächen und vor allem die Parkplätze strukturieren.

Dem 3D-Film über das neue Hallenbad entnimmt die FDP, dass die Hecken neben den Autos mannshoch sind. Ein Parkplatz ist 2,5 mal 5 Meter groß. Nach immer zwei Parkplätzen soll eine Hecke der Autolänge nach die Parkplätze abteilen. „Das sieht vielleicht nett aus, ist aber total unpraktisch bei der Nutzung der Parkplätze“, so die FDP. Es sind 48 Parkplätze geplant, zwei davon breiter für Behinderte, Eltern-Kind-Parkplätze seien nicht vorhanden.

Fachausschuss soll Entscheidung treffen

„Bei entsprechendem Wetter streift man beim Ein- und Aussteigen an der nassen Hecke entlang. Will man Kinder im Babysafe aus dem Auto holen oder Kinder ab- und anschnallen, muss man die Türen weit öffnen können, das ist bei der jetzigen Planung nicht möglich“, kritisiert die Partei. Für gescheite, naturnahe, also vielfältige Hecken sei auf dem Gelände genug Platz, was bisher aber nicht vorgesehen sei.

Die von den holländischen Planern vorgesehenen Ligusterhecken, also reine Monokultur, müssten dreimal im Jahr auf geschätzte 50 bis 70 Zentimeter Breite zusammengestutzt werden. „Für welche Tiere soll das ein Rückzugsort sein?“, fragt die Partei rhetorisch. In den Unterlagen der Ratssitzung seien zudem keine Kosten zur Pflege der jetzigen Planung benannt worden. Über die Außenanlagen solle sich die Politik im Fachausschuss beraten und dann eine Entscheidung treffen.

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