Wanderwege

Mutwillige Zerstörung beschert viel Arbeit

Wolfgang Fischer  ärgert sich über ständig beschädigte oder entfernte Wegemarkierungen

Wolfgang Fischer ärgert sich über ständig beschädigte oder entfernte Wegemarkierungen

Foto: Ralf Engel / Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung

Hemer.  Unbekannte entfernen immer wieder Wegemarkierungen und leiten dadurch Wanderer in die Irre.

„Wunderbare Wege, aber schlecht gezeichnet“, dieser Kommentar im Internet hat Wolfgang Fischer schwer getroffen. Seit acht Jahren ist er Wegewart des SGV Hemer und kümmert sich zusammen mit Gerhard Ickler um die Markierung der heimischen Wanderwege. Was er seit einigen Wochen erlebt, hat es in dieser Form jedoch noch nicht gegeben: Immer wieder werden Wegemarkierungen mutwillig zerstört und entfernt.

Besonders betroffen sind die mit dem H1 und D gekennzeichneten wohl bekanntesten und beliebtesten Rundwanderwege. Der 6,2 Kilometer lange Weg ab Sauerlandpark zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und die 17,5 Kilometer lange Tour über Apricke, Brockhausen zum Ostenberg und durch den Balver Wald sind die Empfehlungen des Führers „Wandern im Märkischen Sauerland“.

Aluminiumtafelnwerden herausgebrochen

Wenn gerade in Kreuzungsbereichen Schilder zerstört werden, führt das Wanderer in die Irre. Die Folge sind persönliche Beschwerden oder Kommentare im Internet. Die mutwilligen Beschädigungen häufen sich am Felsenmeer und im Naturschutzgebiet Deilinghofen. Die vierfach genagelten Aluminiumtafeln mit den Wegenummern werden herausgebrochen, ebenso die an Bäumen mit Spezialklebern angebrachten Schilder. In den vergangenen Tagen mussten die Wegewarte schon sechs Schilder erneuern. „Wir verbringen Stunden mit der Kontrolle und dem Ausbessern“, klagt Wolfgang Fischer. In Anbetracht von über 140 Kilometern markierten Wanderwegen in dies eine echte Herausforderung.

Der Vandalismus sei überhaupt nicht nachvollziehbar, denn durch die Wanderer könnte sich auf den städtischen Flächen auch niemand gestört fühlen. Daher bittet der SGV um Aufmerksamkeit der Wanderer und sachdienliche Hinweise. Gerade zur Eröffnung des Naturpark-Infozentrums will der Verein für eine eindeutige Beschilderung sorgen, denn es wird mit mehr Ausflüglern aus der Umgebung gerechnet.

Mittlerweile sind die beiden Hemeraner wieder zur traditionellen Markierung zurückgekehrt, auch wenn sie viel mehr Arbeit macht. Die Markierungen werden erst mit schwarzer Farbe grundiert und dann nach der Trocknung mit dem weißen Zeichen versehen.

Ruhebänke in Deilinghofenwerden aufgearbeitet

Ein anderes Ärgernis für Spaziergänger, das auch an den SGV herangetragen wird, soll bald behoben sein. Seit Mitte September sind die Sitzflächen der Ruhebänke auf dem Weg rund um die Heckrinder- und Wildpferde-Weide auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz verschwunden. Der SGV hat damit nichts zu tun.

Das Naturschutzzentrum MK hat sie demontieren lassen, um die Bohlen teilweise zu erneuern und zu streichen. Da dies durch eine Arbeitsförderung geschieht, dauert es etwas länger. „Sobald sie fertig sind, werden die Bänke auch wieder hergerichtet“, sagt Geschäftsführer Hans Obergruber. Bis zum Frühjahr werde keinesfalls gewartet. Da das Naturschutzzentrum keine Gelder für Reparatur oder Neubeschaffung von Bänken hat, sind Sponsoren willkommen.

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