Autobahn

Suche nach Kröten, Fledermäusen und Wildkatzen

Foto: Franz Christoph Robiller

Hemer.   Nach geschützten Tierarten muss jetzt für den Autobahn-Weiterbau gesucht werden.

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Wildkatze, Kreuz- und Geburtshelferkröte, Kammmolch: Das sind nur einige der geschützten Tierarten, auf die bei der Planung des Projektes „46sieben“ Rücksicht genommen werden muss. Das ist ein Ergebnis der Faunistischen Planungsraumanalyse (FPA), die das Umweltbüro Froelich & Sporbeck beim Treffen mit den Naturschutzverbänden vorstellte. Eine FPA gibt vor, nach welchen geschützten Arten im weiteren Planungsverlauf gesucht werden muss. Sie legt den Umfang und die Erfassungsmethoden der nachfolgenden Kartierungen im späteren Untersuchungsraum für die Linienfindung fest.

Bei ihrer Analyse stützten sich die Experten von Froelich & Sporbeck auf den Korridor, den der Bund für das Projekt „46sieben“ im Bundesverkehrswegeplan grob vorgegeben hatte. „Dieser Untersuchungsraum ist derzeit vorläufig, er kann jederzeit noch erweitert werden. Es gibt noch keine Festlegung auf eine Linie oder Trassenführung“, sagte Christoph Kindel, einer der Projektleiter von „46sieben“.

Geschützte Tierartenwerden erfasst

Bei der späteren Kartierung der Tierarten soll auch die Wildkatze mit in die Betrachtungen einbezogen werden. „Es gibt Hinweise, dass die Art langsam in den Raum einwandert“, sagte Zoologe Holger Meinig. Anhand von Lockstoffstäben können Haare der Tiere gesammelt und genetisch bestimmt werden.

Schwarzstorch und Uhu sind zwei Arten, die man mit Sicherheit in der Region finden werde. Außerdem sind Fledermäuse ein großes Thema bei Straßenbauprojekten. Hier werden gesucht Braunes Langohr, Bechsteinfledermaus und Mopsfledermaus, auf die es Hinweise von heimischen Waldbesitzern gibt. Fledermäuse werden erfasst durch Netzfänge, Horchboxen und Detektoren.

Haselmaus, Schlingnatter und Hirschkäfer - es gibt in der Region eines der größten Vorkommen in Westfalen -, werden erst zum Zeitpunkt des Variantenvergleichs untersucht.

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