Wandern

Viele schöne Routen durch heimische Wälder

Wanderwart Gerhard Ickler und seine Frau Marita sind auch in Corona-Zeiten auf Wanderschaft. Auf dem Wanderweg G1 genießen sie die Aussicht auf Balve. 

Wanderwart Gerhard Ickler und seine Frau Marita sind auch in Corona-Zeiten auf Wanderschaft. Auf dem Wanderweg G1 genießen sie die Aussicht auf Balve. 

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  SGV-Wegewart Gerhard Ickler gibt Tipps für den gelungenen Ausflug. Ein GPS-Gerät erleichtert die Orientierung.

Der Wald als Naherholungsgebiet wird in den Zeiten der Corona-Pandemie immer beliebter. Vor allem am Felsenmeer, im Sauerlandpark oder an der Streuobstwiese gehen viele Hemeraner wandern. Abseits davon gibt es aber auch weitere schöne Ecken und Gegenden. Gerhard Ickler, Wegewart des SGV Hemer, kennt sich auf den Pfaden der Felsenmeerstadt aus und gibt Tipps für einen gelungenen Wanderausflug.

Mit einem GPS-Gerät in der Hand macht sich Gerhard Ickler mit seiner Frau Marita vom Parkplatz Stephanopel auf den Weg. Auf dem Bildschirm erkennt er, dass er gerade auf dem Wanderweg G1 (Garbeck 1) unterwegs ist. Ziel ist bei gutem Wetter eine schöne Aussicht auf Balve. Die Hemeraner Wanderwege, die aber auch über die Grenzen der Felsenmeerstadt hinausgehen, haben die Nummern A1 bis A16.

Landesdatenbank zeigtdie eingezeichneten Pfade

In der Landesdatenbank Tim-Online (www.tim-online.nrw.de/tim-online2 ) sind die Wanderwege eingezeichnet. Unbedingt leicht zu finden sind die Informationen allerdings nicht. Zuerst muss man auf den blauen Pfeil am Rande der Daten klicken und dann beim Reiter „Touristik- und Freizeitinformationen“ das Kästchen ankreuzen. Sucht man dann nach der einzelnen Stadt oder vergrößert mit dem Mausrad die Bereiche um Hemer, kann man die rot eingezeichneten Pfade mit der jeweiligen Nummer sehen.

Aber auch an den Wegen selbst finden sich Hinweise. Am Wanderweg G1 sind zum Beispiel mit weißer Farbe Hinweise und Pfeile, die auf den Wanderweg deuten, an Bäumen oder Schildern zu erkennen. Diese führen genau an dem Wanderweg entlang. „Die Idee dahinter ist, dass man auch ohne Karte den Weg finden kann“, erklärt Gerhard Ickler. Seine eigene Karte hat er auf dem Bildschirm seines GPS-Geräts. Auf Smartphones gebe es zwar auch Programme, mit denen man Routen planen kann. Da müssen sich die Wanderer aber auf dem Empfang verlassen, der in manchen Gegenden nicht so gegeben ist.

Aber nicht nur auf die passende Route kommt es an, sondern auch auf das Ziel. Dies könnte eine Einkehr in einer Gaststätte sein oder eine besonders schöne Stelle mit Aussicht. „Wir haben im Sauerland so schöne Ecken. Da braucht man gar nicht in den Urlaub zu fahren“, sagt der leidenschaftliche Wanderer. Weiterhin ist auf das richtige Schuhwerk zu achten: Wanderschuhe mit etwa einer halben Schuhgröße Spielraum sind dabei zu empfehlen. Auch Verpflegung ist beim Wandern wichtig, die passende Kleidung zum Wetter und Verbandszeug, falls mal was passiert. Besonders sollte man aber darauf achten, dass genügend zu trinken vorhanden ist.

Neben dem Wanderweg G1 gehören auch der Wanderweg A4 und der Wanderweg A9 zu den Lieblingstouren des Wegewarts. „Bei gutem Wetter kann man bis zum Ruhrgebiet gucken“, sagt er zum Beispiel über den Wanderweg A9. Nicht zu vergessen ist auch der Weg HE. Das ist ein etwa 30 Kilometer langer Weg um Hemer, der meist in mehreren Etappen gewandert wird.

Stadtförster erinnert andie Waldbrandgefahr

Wenn Wanderer den Wald als Naherholungsgebiet nutzen, sollten sie aber auch auf die Natur achten. Stadtförster Dirk Basse hat besonders im Bereich Felsenmeer mehr Müll als sonst festgestellt. „Die meisten Leute benehmen sich gut, es gibt aber auch Ausnahmen“, sagt er. Vor allem weggeworfene Zigarettenkippen sind ihm ein Dorn im Auge, da durch das recht trockene Wetter die Waldbrandgefahr hoch ist. Die Vermüllung habe bisher aber keine so großen Ausmaße angenommen. Trotzdem plädiert Basse an die Waldbesucher: „Nehmt Rücksicht auf die Natur. Den Müll kann man doch in den eigenen Rucksack packen und mitnehmen“.

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