13 Jugendliche kämpfen im Rettungsboot ums Überleben

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Wetter.  Migration und Integration sind für die Theaterpädagogen Mona und Kris Köhler schon länger auch ein Thema ihrer Arbeit. „Mit dem Stück ,Dreizehn Leben’ gelingt es uns, eine höchst brisante Seite der Flüchtlingswelle zu beleuchten. Bei der Flucht auf dem Seeweg riskiert ein Mensch körperliche und seelische Verletzungen bis hin zum eigenen Leben“, so die Wetteraner, die den Klassiker „Das Floß der Medusa“ in einer neuen Fassung von Fin Kennedy mit dem Young Actors Club auf die Bühne bringen werden.

Es ist neblig, es ist kalt – ein einsames Boot schaukelt auf den Wellen im weiten Meer. Nach dem Angriff auf ein Passagierschiff ist nur noch dieses Rettungsboot übrig, auf dem nun 13 Jugendliche um ihr Leben kämpfen.

Anführer tun sich hervor, Essen wird rationiert, Grüppchen entstehen. Alle werden angetrieben von ihrer Angst, möglicherweise nicht zu überleben. Während die einen panisch werden, versuchen andere, einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu gehören Allan und Ann, die nach kurzer Zeit feststellen, dass die Essensvorräte nicht für alle reichen werden. Nach anfänglichen Beteuerungen, dass sie eine Gemeinschaft bilden und keiner für sich alleine kämpft, eröffnet Allan den anderen seine Idee: Jeder auf dem Boot soll zwei Gründe nennen, weshalb er oder sie unersetzlich ist und daher einen Anspruch auf Nahrung und Wasser hat. Jeder soll zudem eine andere Person nennen, die kein Essen und Trinken verdient und auch sagen, warum.

Boot mitten im Stadtsaal

Als Bühnenbild soll einzig und allein ein überfülltes Rettungsboot inmitten des Stadtsaals dienen, um die beklemmende Atmosphäre der Situation widerzuspiegeln.

Ursprünglich war geplant, die Gruppenarbeit mit 14 Teilnehmern des Young Actors Clubs im Alter von 14 bis 18 Jahren in zwei Monaten abzuschließen. Aber dann stellten Mona und Kris Köhler fest, dass die Intensität der dramatischen Ereignisse allen Beteiligten so viel abverlangt, dass sie sich mehr Zeit dafür nehmen müssen, um den Gefühlen der Figuren gerecht zu werden und diese ganz individuell zu verarbeiten. Daher wurden die Präsentationstermine am 8. und 9. Juli in Absprache mit dem Kulturzentrum Lichtburg nun auf den 11. und 12. November verschoben.

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