Justiz

Herdecker soll Freundin gewürgt und mit Messer gedroht haben

Fünf Verhandlungstage sind im Prozess angesetzt.

Fünf Verhandlungstage sind im Prozess angesetzt.

Foto: dpa Picture-Alliance / Volker Hartmann

Herdecke/Hagen.   Laut Anklage soll ein 34-jähriger Herdecker seine Freundin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Der Prozess beginnt am kommenden Montag.

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Ein 34-jähriger Mann aus Herdecke muss sich ab Montag vor der großen Strafkammer unter anderem wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung verantworten, weil er seine ehemalige Lebensgefährtin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt habe.

Nach einer Trennung von seiner Lebensgefährtin aus Herdecke soll der Angeklagte zunächst einige Zeit bei einer neuen Freundin in Münster gelebt haben, wo er jedoch aufgrund von häuslicher Gewalt am 7. November 2018 von der Polizei der Wohnung verwiesen worden sei. Er soll dann zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin nach Herdecke, mit der er einen Sohn habe, zurückgekehrt sein und dieser versichert haben, mit ihr eine Familie gründen zu wollen. Am 11. November 2018 habe er sich aufgrund der Annahme, sie sei fremdgegangen, mit dieser gestritten und habe ihr mehrmals ins Gesicht geschlagen und sie als „Schlampe“ und „Hure“ beleidigt.

Mit Messer gedroht

Als die weinende Geschädigte daraufhin ihre Mutter aufsuchen wollte, habe er sie mit der Drohung, ihr ein Messer in den Bauch zu stechen, hiervon abgehalten und sie aufgefordert, sich schlafen zu legen. Als die Geschädigte später wieder aufgewacht sei, habe sich der Streit fortgesetzt und der Angeklagte habe diese mit der flachen Hand und der Faust ins Gesicht geschlagen, sich auf sie gesetzt und sie mit beiden Händen so heftig gewürgt, dass diese das Bewusstsein verloren und starke Einblutungen in beiden Augen erlitten habe. Am nächsten Vormittag habe die Geschädigte sich dann ihrer Familie anvertraut und sich ins Krankenhaus begeben.

Der Angeklagte soll wegen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorbestraft sein. Er befindet sich in diesem Verfahren in Untersuchungshaft.Dem Angeklagten werden eine vorsätzliche Körperverletzung zugleich mit Beleidigung und Nötigung sowie eine gefährliche Körperverletzung aufgrund einer das Leben gefährdenden Behandlung vorgeworfen. Für eine gefährliche Körperverletzung sieht das Gesetz im Regelfall eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vor.

Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage bis zum 26. April vorgesehen.

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