Beruf

600 Ausbildungsplätze im Ennepe-Ruhr-Kreis sind noch frei

Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis haben Firmen jetzt noch freie Ausbildungsplätze in der Ernährungsbranche zu vergeben.

Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis haben Firmen jetzt noch freie Ausbildungsplätze in der Ernährungsbranche zu vergeben.

Foto: NGG

Ennepe-Ruhr.  Freie Stellen im EN-Kreis: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) weist auf technische und chemische Berufe der Ernährungsbranche hin.

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Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis noch rund 600 freie Ausbildungsplätze. Damit sind noch 31 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit.

Die NGG Südwestfalen beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafterin Isabell Mura appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung. Im Ennepe-Ruhr-Kreis haben Firmen jetzt noch 23 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit 800 Beschäftigten allein im EN-Kreis ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Mura. Nach Einschätzung der NGG-Geschäftsführerin dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Mura.

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik.

Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Isabell Mura.

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