Arbeit

Abschied von ESV-Werkstatt für Behinderte in Wetter

Ihr letzter Auftrag: Ute Herholz setzte Kabelstränge für Leuchtreklamen in Schaufenstern zusammen.

Ihr letzter Auftrag: Ute Herholz setzte Kabelstränge für Leuchtreklamen in Schaufenstern zusammen.

Foto: ESV

Wetter.  Auch für die Dienstälteste kommt einmal der Tag: Jetzt hat Ute Herholz von der ESV-Werkstatt für behinderte Menschen Abschied nehmen müssen.

Es war ein besonderer Abschied: Nach über 45 Jahren Dienstzeit in der Werkstatt für behinderte Menschen der Evangelischen Stiftung Volmarstein ist Ute Herholz in den Ruhestand verabschiedet worden.

Die 65-jährige Rollstuhlfahrerin war die dienstälteste Beschäftigte. „Ich bin mit jedem gut klar gekommen“, sagt Ute Herholz über „ihre“ Zeit in der Werkstatt. Die begann am 1. September 1976. „Ein bisschen Wehmut kommt schon auf“, meinte sie bei ihrer Verabschiedung. Über vier Jahrzehnte lang war sie in der Kabelkonfektion beschäftigt. In dieser Abteilung schneiden Menschen mit Behinderung Elektrokabel passgenau zurecht und pressen Stecker darauf.

Einige der oft kleinen Firmen, für die Ute Herholz während ihrer Dienstzeit Aufträge erledigt hat, gibt es längst nicht mehr. Beim letzten Auftrag, an dem sie beteiligt war, setzte sie Kabelstränge für Leuchtreklamen in Schaufenstern zusammen.

Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten lebt die 65-jährige in Wetter. Im Ruhestand will sie sich verstärkt um ihre beiden Katzen kümmern. „Das sind zwei Rabauken“, erzählt sie lachend. Außerdem verkauft die Rentnerin gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten im Internet Ansichtskarten von Städten und Ländern. Und nach Südtirol möchten beide wieder fahren: Dort machen sie gern Urlaub.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Herdecke / Wetter

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben