Verkehr

Achtung: Schulkinder in Herdecke und Wetter sind unterwegs

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Die Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr hat große gelbe Spannbänder mit der Aufschrift „Brems Dich! Schule hat begonnen“ angebracht.

Die Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr hat große gelbe Spannbänder mit der Aufschrift „Brems Dich! Schule hat begonnen“ angebracht.

Foto: Magnus Diebel

Ennepe-Ruhr.  Die Schule hat auch in Wetter und Herdecke begonnen. Darauf sollten Autofahrer und Eltern jetzt besonders achten.

In Wetter und Herdecke hat wie in allen anderen Städten in NRW am Mittwoch das neue Schuljahr begonnen. Ab Donnerstag sind die I-Männchen unterwegs. Mit der Aufforderung „Brems Dich! Die Schule hat begonnen“ bittet die Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr e. V. zu Beginn des neuen Schuljahres alle Verkehrsteilnehmer um Aufmerksamkeit gegenüber allen Schulkindern. Dafür hat die Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr große gelbe Spannbänder mit der Aufschrift „Brems Dich! Schule hat begonnen“ angebracht, die die Autofahrer daran erinnern sollen, in den ersten Wochen des Schulbeginns ganz besonders auf Kinder aufzupassen.

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„Denn Schulanfänger sind meistens auch Verkehrsanfänger“, sagt Vorsitzender Hans-Jürgen Hirsch. Jüngere Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. „Sechsjährige Schulanfänger können etwa Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen. Auch handeln sie oftmals sehr impulsiv“, erklärt Hans-Jürgen Hirsch. Wichtig sei es deshalb auch, dass das Kind sich rechtzeitig auf den Weg zur Schule macht, um nicht in Zeitdruck zu geraten. Eltern von Erstklässlern rät er, ihre Kinder in den ersten Tagen noch zu Fuß zur Schule zu begleiten und sie auf Gefahrenstellen wie Ein- und Ausfahrten oder schwer einsehbare Stellen auf Ihrem Schulweg hin- zuweisen. Erst wenn man sicher sein kann, dass das Kind das Gezeigte verinnerlicht hat, sollte es alleine zur Schule gehen. Er fährt fort: „Kinder in diesem Alter müssen die Möglichkeit erhalten, das korrekte Handeln richtig zu erlernen.“ Das Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen sei keine Alternative. „Nur im realen Verkehrsgeschehen lernen die Kinder, wie sie sich sicher verhalten. Hinzu kommt, dass zu viel Autoverkehr vor Schulen die zu Fuß kommenden Schüler gefährdet, so Hans-Jürgen Hirsch.

Um eine größtmögliche Sicherheit für die Schulanfänger und alle weiteren Kinder, die nach dem Sommerferien wieder vermehrt auf den Straßen in Wetter und Herdecke unterwegs sein werden, zu schaffen, gibt auch die Polizei Hinweise, die beachtet werden sollen:

Schaffen Sie eine ständige Bremsbereitschaft im Bereich von Kindergärten, Schulen und Wohngebieten und reduzieren Sie dort Ihre Geschwindigkeit.

Beachten Sie Halt- und Parkverbote im Bereich von Schulen und Kindergärten und lassen Sie Ihre Kinder erst an einer geeigneten Stelle aussteigen. Bei einem Verstoß gegen diese Verbote könnten Sie gefährliche Sichthindernisse für andere Kinder schaffen.

Bedenken Sie, dass Kinder plötzlich und ohne auf den fließenden Verkehr zu achten zwischen geparkten Fahrzeugen auf die Fahrbahn treten könnten und passen Sie deshalb stets ihre Geschwindigkeit an.

Eltern sind ebenfalls gefordert

Auch als Eltern oder Erziehungsberechtigte eines Kindes, für das am Donnerstag der „Ernst des Lebens“ beginnt, können Sie etwas für die Sicherheit im Straßenverkehr tun:

Sprechen Sie mit ihren Kindern über das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Laufen Sie, gemeinsam mit Ihren Kindern, den Schulweg ab und weisen Sie auf mögliche Gefahrenstellen hin.

Wählen Sie für Ihre Kinder immer den sichersten und nie den kürzesten Schulweg.

Achten Sie auf die vorschriftsmäßige Sicherung im Auto, sollten Sie Ihre Kinder zur Schule fahren.

Lassen Sie Ihre Kinder nur auf der Gehwegseite ein- und aussteigen.

Sorgen Sie für eine bestmögliche Sichtbarkeit Ihrer Kinder, indem Sie bei der Kleidung auf Signalfarben achten und bestenfalls Schulranzen mit großen Reflektorstreifen beschaffen.

Der Verkehrsdienst der Polizei wird in den ersten Wochen des neuen Schuljahres verstärkt im Bereich von Schulen und Schulwegen präsent und verkehrsüberwachend tätig sein. Dabei liegt ein Hauptaugenmerk auf der Überwachung von Park- und Haltverboten vor Schulen sowie der Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen in diesen Bereichen.

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