Advent

Adventskonzert der Superlative in der Lutherkirche in Wetter

Rund 700 Gäste lauschen den Klängen des Frauenchor Harmonie in der Lutherkirche.

Rund 700 Gäste lauschen den Klängen des Frauenchor Harmonie in der Lutherkirche.

Foto: Manuela Pavlovskis

Wetter.  In der nahezu voll besetzten Lutherkirche stimmt der Frauenchor Harmonie Wetter Weihnachtslieder an. Und erntet lautstarken Applaus.

In der Evangelischen Lutherkirche wurde die Adventszeit eingesungen: Der Frauenchor Harmonie Wetter unter der Leitung von Stefan Lex mit Sigrid Althoff am Klavier stimmten innig-gläubige und aufjauchzend-jubilierende Advents- und Weihnachtslieder an. Die Moderation des Dirigenten – wie immer ein willkommener Gruß an die Lachmuskeln des riesigen Publikums – führte durch das Programm. Riesig war auch die Menge der Sängerinnen, festlich in schwarze Gewänder mit roten Schals gekleidet.

Bachs einziges Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch „Ich steh` an deiner Krippen hier“ im Originalsatz führte in das Programm ein und zeigte eine gute Mischung der Stimmen; der Sopran schwang sich klangvoll in die Höhe, die Unterstimmen formten eine ausdrucksvolle Grundlage. Der Paul-Gerhardt-Text wurde mit treffenden Akzenten interpretiert. Händels „Tochter Zion“ war eine euphorische Siegeshymne.

Mit „Herbei, o ihr Gläubigen“ stellte sich der Hagener Theatersänger Sebastian Joest vor, „ein schwarzer Bass“ (O-Ton Lex) mit ausgeprägtem Vibrato, den Text gut ausleuchtend, ebenso wie bei dem Kunstlied „Drei Könige“ von Cornelius mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ als Hintergrundmelodie auf dem Klavier.

Alpenlied aus Österreich

Das Ensemble des Frauenchores mit neun Sängerinnen sang ohne Dirigat das österreichische Alpenlied „Advent ist ein Leuchten“, im schwingenden Rhythmus an eine Hirtenmusik erinnernd. Die Pianistin gab kleine Einsatz- und Schluss-Angaben. „Transeamus usque Bethlehem“ von J. Schnabel wurde vom Bass mit dem „ Gloria in Excelsis“ des Chores kombiniert.

Auch an Weihnachtsliedern in der Bearbeitung von W. Ebbeken wie „Alle Jahre wieder“ und „Kommet, ihr Hirten“ hatte das Publikum große Freude. Sigrid Althoff profilierte sich solistisch mit „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ von K. Svoboda mit virtuosem Geklingel in der rechten Hand zu Beginn und zum Schluss. Die sehr junge Ronja Nickel, von der bekannten Sängerin Christiane Linke ausgebildet, erzielte besonders lautstarken Applaus mit René Kollos träumerischem Lied „Weihnachtsfriede“. Ihre schlankes flexibles Timbre mit aufleuchtenden Höhepunkten kam ohne nennenswertes Vibrato aus.

Das Ensemble faszinierte bei „Carol of the bells“ (Lied der Glocken) mit dem Hintergrund-Ding-Dong zur Melodie in wechselnden Stimmen. Am Spiritual „Go, tell it on the mountain“ beteiligten sich die Solistinnen-Gruppe und der Chor im flotten Jazz-Rhythmus. „Jerusalem“, das Lied der Heiligen Stadt, wurde vom Bass und den hier in den Status eines „Engelchors“ versetzten Frauen mit innigem Ausdruck und jubelndem „Hosianna in der Höhe“ interpretiert.

Lautstarker Applaus

Das Publikum applaudierte lautstark und freute sich über diverse Zugaben. Bei dem Gospel „Sing, sing, for Christ ist born“ winkten sich Sängerinnen und Zuhörer begeistert zu: Die Adventszeit steht unter einem guten Vorzeichen!

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