Sucht

Aktionstage hinterlassen Eindruck

Graffiti-Künstler Norman Schlegel (Wuppertal, links) und Kunstlehrerin Kathrin Feuler (rechts) mit Schülern der Jahrgangsstufe Q1 des Geschwister-Scholl-Gymnasium

Graffiti-Künstler Norman Schlegel (Wuppertal, links) und Kunstlehrerin Kathrin Feuler (rechts) mit Schülern der Jahrgangsstufe Q1 des Geschwister-Scholl-Gymnasium

Foto: Günter Lehn

Wetter.   Nach dem Abschluss mit einer Graffiti-Aktion ziehen die Mitveranstalter eine positive Bilanz zur Themenwoche „Sucht hat immer eine Geschichte“.

Lesungen und Workshops, Filme und Beratungen gehörten zum Programm, als in der vergangenen Woche die Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“ stattfanden. Nun zieht VIA, das AWO-Beratungszentrum für Suchtfragen und -prävention, eine positive Bilanz.

Schüler gestalten Graffiti

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium endete am Samstag die Themenwoche: Im Kunstunterricht sollte ein Graffitibild im Pausenhof entstehen. Kunstlehrerin Kathrin Feuler war beim Besuch der Lokalredaktion schon sichtlich zufrieden, obwohl das Bild mit dem Titel „Sehnsucht – Fremde Welten“ noch in der Entstehung war. Die Schüler der Vormittagsschicht hatten die Hintergrund- und Grundfarben des Werkes erstellt, und die zweite Schicht der Jahrgangsstufe Q1 des Kunstunterrichts sollte das Werk schließlich vollenden.

Mit Unterstützung und unter Anleitung des Kölner Graffitikünstlers Norman Schlegel, der mit gutem Vorbild immer wieder Hilfestellung gab, lobte und gute praktische Tipps zeigte, stellten die Schüler schließlich ihr Werk fertig. Dabei trugen sie, genau wie die Profis es tun, Schutzkleidung und Atemmasken. So entstand in diesem Workshop ein überdimensionales Bild, das sich über zwei Wände und eine Tür erstreckt. Hier hat der Oberstufenkurs in Gemeinschaftsarbeit etwas Bleibendes geschaffen – und kann zu Recht stolz auf seine Arbeit sein.

Bilanz zur Themenwoche

Zufrieden ist auch das AWO-Beratungszentrum. Noch stünde die Auswertung ganz am Anfang, doch bisher zeigten sich die Kooperationspartner der Aktionstage sehr erfreut, versichert die AWO-Suchtpräventionsfachkraft Andrea Latusek. Positives Feedback erreichte die AWO u.a. in Form einer Dankesmail bezüglich der Sprayaktion am wetterschen Gymnasium. Auch zu weiteren Programmpunkten hätten sich die Veranstalter lobend geäußert. Die Fachtagung des Beratungszentrums etwa sei ebenfalls zu guten Ergebnissen gekommen.

Die interaktive Lesung „Glücklich, glücklicher, pumpfglücklich“ in der Bergschule sei thematisch so gut angekommen, berichtet Andrea Latusek, dass eine Lehrerin nun mit ihren Schülern weiterführend damit arbeiten werde. Eine solche Nachhaltigkeit hätten sich die Organisatoren gewünscht. Alle Veranstaltungen haben stattgefunden und waren ausgebucht. Andrea Latusek: „Trotzdem kann man sich immer noch mehr Mitstreiter wünschen.“

Bewegung und Ernährung

Im Rahmen der „Aktionstage Sucht“ mit zahlreichen informativen Aktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene fand auch ein mehrtägiges Projekt für Kindergartenkinder in Wetter statt. In mehreren Kindergärten war das Bewegungs- und Ernährungsmobil, kurz BEMIL, zu Gast. Das BEMIL-Mobil, ein Projekt des Fachverbandes für Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, war mit vielen Spielen gefüllt, die sich alle um Bewegung und Ernährung drehen.

Die Kinder freuten sich besonders über die Bewegungsbaustelle, die nach eigenen Vorstellungen umgebaut werden konnte, einen Sommerski-Parcours, einen Saft-Geschmackstest und selbst gemachte Gemüse- und Obstspieße. Aber das war noch lange nicht alles: Viel Spaß hatten die Kids auch mit den mit Sahne gefüllten Schraubgläsern. Durch starkes Schütteln verwandelte sich die Sahne in Butter und diente dann mit Knäckebrot als Snack.

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