Stadtentwicklung

Alter Markt in Wetter im Dornröschenschlaf

Das Areal des Alt Markts ist derzeit in keinem guten Zustand. Das soll sich ändern. Aber die Planungen dauern schon Jahre.

Das Areal des Alt Markts ist derzeit in keinem guten Zustand. Das soll sich ändern. Aber die Planungen dauern schon Jahre.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Wetter.  Die Workshops mit den Bürgern liegen schon mehr als drei Jahre zurück. Nun soll in Wetter der alte Marktplatz neu gestaltet werden.

Es ist schon ein Weilchen her, dass Bürger aus Alt-Wetter aufgefordert wurden, Ideen und Wünsche für die Umgestaltung des alten Wochenmarktes an der Theodor-Heuss-Straße zu formulieren. In einem Bürgerworkshop sammelte die Verwaltung alles, was Bürger sich dort vorstellen können oder wollen.

Zur Erinnerung: Ziel der Umgestaltung sollen die Entwicklung und Sicherung von städtebaulich-architektonischen Qualitäten und eine gestalterische Aufwertung des Platzes sein. Die Aufenthaltsqualität soll durch die bauliche Veränderungen verbessert werden; auch die Parkplatzanordnung soll umstrukturiert werden.

Passiert ist bislang nichts. Noch immer stellt sich der ehemalige Marktplatz als unstrukturierte und bloß asphaltierte Fläche dar, die bis an die sie umgebenden Straßen reicht. Die Oberfläche des Platzes ist in einem schlechten Zustand und wirkt durch Schäden im Belag und Bewuchs an den Rändern ungepflegt.

Seit der Verlagerung des Wochenmarktes hinunter auf den Bahnhofsvorplatz wird der Theodor-Heuss-Platz ausschließlich als Parkplatz und als Standort für Glas- und Müllcontainer verwendet. Da die Parkstände nicht eingezeichnet sind, parken die Fahrzeuge dort auch ungeordnet. Entsprechend wird die verfügbare Fläche nicht effektiv ausgenutzt.

Die Fläche ist insgesamt nicht strukturiert und verfügt bis auf wenige Einzelbäume nicht über gestalterische oder Grünstrukturen. Eine Aufenthalts- oder Verweilfunktion bietet der Platz darüber hinaus auch aufgrund des Fehlens von Straßenmobiliar nicht.

„Derzeit verursacht der Platz einen städtebaulichen Missstand in seinem größtenteils intakten Wohnumfeld. Die Funktion als ansprechender Quartiersplatz mit Aufenthaltsfunktion kann er nicht wahrnehmen. Die gestalterischen und funktionalen Defizite werden durch eine gegenüberliegende, bauliche ungepflegte und leerstehende Immobilie noch verschärft“, heißt es in der Präsentation der Verwaltung, die das Projekt in die Erweiterung des ISEK (2. Fortschreibung) aufgenommen hat.

Zur Umgestaltung der Platzfläche erfolgten wie erwähnt schon 2016 / 2017 erste Überlegungen. In zwei Workshops sprachen sich Bürger mehrheitlich gegen eine Bebauung und für den Erhalt der Platzfläche aus. Außerdem war ihnen auch eine multifunktional nutzbare Platzfläche wichtig. Sitzelemente sollen es möglich machen, vor oder nach dem Besuch einer der umliegenden Arztpraxen dort zu verweilen. Informationsstelen sollen die bewegte Geschichte des ursprünglich als Turnhalle errichteten Kreisarchivs erläutern.

Mit einer ansprechenden Beleuchtung sollen sowohl das Baudenkmal als auch der vorgelagerte Platz attraktiv in Szene gesetzt werden. In dem zweiten Bürgerworkshop am 15. Dezember 2016 erfuhren die Planungsvarianten 2 und 5 die breiteste Zustimmung bei den Anwohnern. Auf dieser Grundlage hat das Ingenieurbüro SM Consult GbR aus Hagen einen neuen Entwurf erarbeitet.

Fördermittel fließen ein

Wie und wann jetzt endlich etwas passiert auf dem alten Wochenmarkt? Die Umsetzung des Projekts ist ab ab 2021 geplant. Zunächst sind dafür Kosten in Höhe von 495.000 Euro geplant. Davon müsste die Stadt Wetter 40 Prozent tragen, 60 Prozent sollen durch Fördermittel finanziert werden. Aus dem Rathaus in Wetter heißt es dazu: „Wir befinden uns in intensiver Abstimmung mit dem Fördermittelgeber und hoffen darauf, dass wir alles nach und nach realisieren können. Wie bekannt ist, sind noch weitere Bausteine mit in die Fortschreibung aufgenommen worden (zum Beispiel die Freiheit). Zunächst aber wird die Umgestaltung des Stadtsaalumfelds umgesetzt.“

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