Herdecke. . Der Mitbegründer und langjährige Geschäftsführer am Gemeinnschaftskrankenhaus Herdecke, Peter Meister, ist im Alter von 87 Jahren verstorben.

Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH) war von Beginn an mit dem Namen Peter Meister verbunden. Im Alter von 87 Jahren starb nun der langjährige Geschäftsführer der Klinik nach langer schwerer Krankheit.

Schon vor der Einweihung des Krankenhauses 1969 engagierte sich der Diplom-Betriebswirt aus der Stahl-Industrie, nachdem er Konrad Schily kennen gelernt und Gerhard Kienle Meister um Unterstützung gebeten hatte, für die Klinik. Deren Geschäftsführer war er bis 1997. Auch danach kümmerte sich der Sohn eines Apothekers weiter um die Medizin in Herdecke, diese Zeitung nannte ihn den „Außenminister des GKH“. Meister lockte etliche Bundespolitiker und hochrangige Ärzte-Vertreter nach Ende. Er setzte sich für eine vom Pluralismus geprägte Medizin ein, wobei ihm insbesondere die anthroposophische Richtung am Herzen lag.

Nachruf von Alfred Längler

„Bis vor wenigen Wochen konnte man ihn nahezu täglich im Speisesaal treffen. Selbst Mitarbeiter, die erst wenige Jahre im Gemeinschaftskrankenhaus arbeiten, kannten ihn. An seiner Gestalt und seiner Ausstrahlung kam man nicht vorbei“, schreibt Prof. Dr. Alfred Längler als Ärztlicher Direktor des GKH in seinem Nachruf.

Längler nennt den großen Erweiterungsbau in den 1970-er Jahren mit für heutige Verhältnisse unvorstellbar großer öffentlicher finanzieller Förderung das „Meister“-stück von Peter Meister. Strategisch stellte dieser über den Bau des Dörthe-Krause-Instituts, die Gründung einer Abteilung für Rückenmarkverletzte und auch den Bau der Früh-Reha wichtige Weichen. Meister war nach seiner Zeit als Geschäftsführer im Trägerverein aktiv und Mitbegründer des Dialogforums Pluralismus in der Medizin.