Herdecke. Bei Ausschachtungsarbeiten fiel ein schwerer Stein auf eine Gasleitung und beschädigte sie. Die Arbeiter reagierten sofort.

Die Feuerwehr Herdecke rückte am Freitag und Samstag zu insgesamt sechs Einsätzen aus.

Brandmeldeanlage am Krankenhaus

Am Freitag um 10.07 Uhr meldete die automatische Brandmeldeanlage des Krankenhauses ein Feuer. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte schnell fest, dass im Rahmen von Reinigungsarbeiten eine Station vernebelt wurde. Der Alarm konnte daher abgebrochen werden.

Ölspur in der Stiftsstraße

Um 15.06 Uhr wurde dann eine Ölspur in der Stiftsstraße gemeldet. Die Feuerwehrleute streuten kleine Ölflecken ab. Am Samstag leisteten die ehrenamtlichen Kräfte dann um 13.33 Uhr am Schraberg Tragehilfe für den Rettungsdienst.

Stein trifft Gasleitung

Am Samstag gegen 15.50 Uhr wurde in Folge von Baggerarbeiten eine Gasleitung am Waldweg beschädigt. Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke konnte das Leck abdichten. Zwei Arbeiter waren damit beschäftigt, mit einem Minibagger im Vorgarten eines Hauses im Bereich der Gasleitung Ausschachtungsarbeiten durchzuführen. Es gelang ihnen zunächst, um die Gasleitung herumzuarbeiten. Dann fiel jedoch ein schwerer Stein auf die Leitung und beschädigte diese.

Nikolausfeier mit Alarm

Als die Männer das Zischen hören, warfen sie direkt eine Ladung Sand auf das Leck und minimierten den Gasaustritt, bevor sie die Feuerwehr verständigten. Als der Alarm um kurz vor vier an der Feuerwache eintraf, hielten sich aufgrund eines Lehrgangs und der Nikolausfeier für die Familien der Feuerwehrleute an der Wache auf. So konnte unter den Augen vieler Kinder direkt ein ganzer Löschzug mit vier Fahrzeugen zum Gasleck ausrücken.

Die Feuerwehr Herdecke ist zum Ahlenberg alarmiert worden, weil es dort ein Leck in einer Gasleitung gab. 
Die Feuerwehr Herdecke ist zum Ahlenberg alarmiert worden, weil es dort ein Leck in einer Gasleitung gab.  © Wetter / Herdecke | Feuerwehr Herdecke

An der Einsatzstelle sperrten die Feuerwehrleute zunächst den Bereich und bereiteten einen Löschangriff vor. Parallel wurden Messungen mit Gaswarngeräten durchgeführt. Nach dem Eintreffen des Gasversorgers legte ein Trupp der Feuerwehr unter Atemschutz das Leck in der Gasleitung wieder frei und dichtete es mit einem Stopfen ab. Dabei kam es erneut zu einer deutlichen Erhöhung der Gaskonzentration, die nun auch in der weiteren Umgebung riechbar war.

45 Einsatzkräfte vor Ort

Nach rund zwei Stunden waren alle Einsätze abgeschlossen. Es waren ca. 45 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen im Einsatz. Die Drehleiter wurde zum Glück bei dem Einsatz nicht benötigt und konnte daher rechtzeitig den Nikolaus zu seinem Einsatz an der Feuerwache fahren, während viele Väter und Mütter allerdings als Feuerwehrleute noch im Einsatz waren.

Hilflose Person

Zeitgleich zum Gasleck rückte ein weiteres Löschfahrzeug vom Infostand auf dem Herdecker Weihnachtsmarkt in der Stadt zu einer Türöffnung ab. Im Dorloh sollte sich eine hilflose Person in einer Wohnung befinden. Dies bestätigte sich zum Glück nicht. Auch bei den Aufräumarbeiten beim Gasleck erreichte die Feuerwehrleute erneut eine solche Meldung aus dem Kirchender Dorfweg. Hier mussten die Feuerwehrleute die Tür mit einem Spezialwerkzeug öffnen, damit der Rettungsdienst Zugang zu der Person erhielt.

Nachbar hat Schlüssel

Bereits am Donnerstag war die Feuerwehr Herdecke ebenfalls oft unterwegs. Am Donnerstagmorgen um 11.03 Uhr wurde sie zu einer Türöffnung in die Straße „Altes Feld“ alarmiert. Vor Ort gab es glücklicherweise einen Nachbarn, welcher zu der betroffenen Wohnung einen Schlüssel hatte. Die Wohnung wurde begangen und der Patient an den anwesenden Rettungsdienst übergeben. Der Einsatz für die Feuerwehr konnte nach rund 30 Minuten beendet werden. Die Feuerwehr war mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug vor Ort.

Auto gibt Notruf ab

Gegen 14.33 Uhr ging bei der Kreisleitstelle ein eCall Notruf ein. Daraufhin wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort Verkehrsunfall E-Call zur „Hauptstraße/Ecke Hagenerstraße“ alarmiert. Vor Ort konnte der ausgerückte Hilfeleistungszug kein Schadensereignis feststellen, woraufhin der Einsatz nach ca. 15 Minuten abgebrochen wurde. Zum Hintergrund: Neuere Fahrzeuge ab einer Typengenehmigung vom 1. April 2018 müssen mit einem eCall System ausgestattet sein. Das System des PKWs kann automatisch nach einem Unfall eine Telefonverbindung zur einheitlichen Notrufnummer 112 herstellen. Hier werden zusätzlich Informationen zum Unfallort per Satellitenortung an die nächstgelegene Rettungsleitstelle übertragen, um im Schadensfall schnellstmöglich Hilfe leisten zu können.

Patiententransport

Um 18.54 Uhr wurde die Feuerwehr zur Unterstützung des Rettungsdienstes mit der Drehleiter und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug in den Westender Weg alarmiert. Vor Ort musste eine Patientin schonend über die Drehleiter zum bereitstehenden Rettungswagen transportiert werden. Einsatzdauer konnte nach ca. 60 Minuten beendet werden.