Volmarstein. .

„Wir spinnen schon seit fünf Jahren davon rum“, sagt Georg Leber. Jetzt aber hat er endlich angefangen, sich und anderen Mitgliedern des Heimatvereins Wetter den langgehegten Wunsch nach einem kleinen Heimatmuseum zu erfüllen.

Putz und Steine hat der Volmar-steiner zwischen dem Gebälk im Erdgeschoss des alten Fachwerkhauses schon entfernt. Dort, wo zunächst das Archiv des Heimatvereins untergebracht war, soll bald ein großer Ausstellungsraum entstehen. „Die erste Etage war ja bis vor einem Jahr noch vermietet. Danach haben wir das ganze Archiv nach oben geschleppt“, erzählt Georg Leber. Zuständig für das Archiv des Heimatvereins ist übrigens Otto Rummenhohl (85).

Immer nach Feierabend zieht Leber nun schon seit geraumer Zeit die Arbeitsklamotten an, um den kleinen Museumsraum umzubauen. Wenn Wände, Balken und Boden erst mal wieder hergerichtet sind, dann möchte der Heimatverein dort Exponate ausstellen, die aus allen Stadtteilen Wetters sein sollen. „Wir sind nämlich kein Heimatverein nur für Volmarstein, sondern für ganz Wetter“, betonen Leber und Rummenhohl. Gezeigt werden sollen Leihgaben und auch Geschenke - wie etwa die historische Tischglocke, die Marianne Höhfeld bei einem Besuch der Landfrauen als Präsent mitbrachte. Die Glocke wurde Ende der 1950er Jahre bei August Vorberg in Volmarstein hergestellt und trägt die Aufschrift „Uralte Freiheit Volmarstein“. Die kleine Geschichte der Tischglocke lieferte Marianne Höhfeld gleich dazu.

Freude über Glocke und Wimpel

„Über dieses Geschenk haben wir uns sehr gefreut“, versichert Georg Leber, um dann sofort ein weiteres Schätzchen zu zeigen: Ein Wimpel vom ehemaligen Automobilclub Uralte Freiheit Volmarstein, der dem Heimatverein kürzlich aus einem Nachlass überlassen wurde. „In welcher Zeit trafen sich die Clubmitglieder wohl?“ würde Georg Leber gerne wissen. Er geht davon aus, dass die Zusammenkünfte im Burghotel stattfanden.

Wenn das kleine Heimatmuseum einmal fertig ist, dann soll als Zugang die ehemalige Eingangstür der Amtssparkasse Volmar-stein dienen. Das Geldinstitut war damals unter der Praxis von Dr. Georg Regler beheimatet. „Dr. Regler hat mir diese Tür vor über 20 Jahren geschenkt und mich gebeten, sie nicht wegzuwerfen“, erzählt Georg Leber. Die schmucke Holztür, die in Kopfhöhe mit Metallstäben und zwei Fensterchen versehen ist, muss natürlich gründlich aufgearbeitet werden. Dafür sucht der Heimatverein nun eine Schreinerei - oder alternativ Spendengelder, um die Tür in der Kolping-Ausbildungswerkstatt aufarbeiten lassen zu können.