Kreisfeuerwehr

Berliner Feuerwehr-Chef aus Herdecke neues Ehrenmitglied

Rolf-Erich Rehm (Bildmitte) ernannte den Berliner Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen aus Herdecke und den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs aus Schwelm (rechts), zu Ehrenmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr.

Rolf-Erich Rehm (Bildmitte) ernannte den Berliner Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen aus Herdecke und den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs aus Schwelm (rechts), zu Ehrenmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr.

Foto: Kreisfeuerwehr

Herdecke/Breckerfeld.   Das Gefahrenabwehrzentrum und Ehrungen für Karsten Homrighausen und Hartmut Ziebs waren zentrale Themen beim Neujahrsempfang der Kreisfeuerwehr.

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Viel zu besprechen gab es beim traditionellen Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr, dieses Mal in Breckerfeld. Neben führenden Vertretern der Feuerwehren aus dem Kreisgebiet waren auch Landrat Olaf Schade, Breckerfelds Bürgermeister Andre Dahlhaus, die Landtagsabgeordnete Verena Schäffer (Grüne), Kreisdirektorin Iris Pott und der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs aus Schwelm, in die Hansestadt gekommen. Verbandspräsident Rolf-Erich Rehm betonte in seiner Rede, dass die Kreispolitik und die gesamte Kreisverwaltung hinter den Planungen für ein neues Gefahrenabwehrzentrum des Kreises in Ennepetal stehen würden.

Rückendeckung nötig

Gemeinsam mit allen Beteiligten seien gerade im Jahr 2018 dicke Bretter durchbohrt worden. „Diese Rückendeckung brauchen wir aber auch weiterhin, denn wir müssen aufpassen, dass der Bohrer jetzt, so kurz vor dem Ziel, nicht stumpf wird“, sagte Rehm. Die Feuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis fordern den dringend benötigten Bau eines solchen Gefahrenabwehrzentrums schon seit vielen Jahren. In anderen Kreisen wie in Soest, Unna oder dem Hochsauerlandkreis sind solche Zentren längst in Betrieb, in anderen wie Mettmann und dem Märkischen Kreis sind sie im Bau, in anderen wie Gütersloh oder dem Rhein-Sieg-Kreis wird sehr konkret geplant. „Wir dürfen hier den Anschluss an übliche Strukturen nicht verlieren“, warnte Rehm, der auf Landes- und Bundesebene Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender der Fachausschüsse für Katastrophenschutz ist.

Zwei Ehrenmitglieder ernannt

Der Rahmen des Neujahrsempfangs wurde auch genutzt für zwei außergewöhnliche Ehrungen: Dr. Karsten Homrighausen und Hartmut Ziebs wurden zu Ehrenmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt.

Homrighausen ist gebürtiger Herdecker und hat auch seine Feuerwehr-Wurzeln in der hiesigen Feuerwehr. Nach beruflichen Stationen bei der Feuerwehr Stuttgart und als Landesbranddirektor im Innenministerium Baden-Württemberg ist er seit 2018 als Landesbranddirektor Chef der Berliner Feuerwehr.

Hartmut Ziebs, früher Leiter der Schwelmer Feuerwehr und Bezirksbrandmeister der Bezirksregierung Arnsberg, wohnt weiterhin in Schwelm und fungiert seit 2016 als Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Zuvor war er zwölf Jahre lang bereits Vizepräsident gewesen. In dieser besonderen Funktion steuert Ziebs von Berlin aus einen der größten Feuerwehrverbände weltweit.

Talent zur Talentförderung

Rolf-Erich Rehm begründete die Ehrungen: „Unser deutscher Feuerwehrpräsident und der Chef der größten deutschen Feuerwehr sind beide Feuerwehrleute aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Es ist für uns Ehre und Verpflichtung zugleich, dass zwei solche Schwergewichte des deutschen Feuerwehrwesens ihre Wurzeln in unserem Kreis haben. Aber vielleicht haben wir auch ein besonderes Talent dafür, Talente zu erkennen und zu fördern“, sagte der EN-Verbandspräsident schmunzelnd. Die Ehrenmitgliedschaft von Homrighausen und Ziebs erhielt laut Mitteilung besonderen Beifall.

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