Betrug

Betrüger in Wetter: Unbekannter verkauft Mäntel im Auto

In Wetter hat ein Unbekannter versucht, einem Senior Mäntel und Taschen zu verkaufen.

In Wetter hat ein Unbekannter versucht, einem Senior Mäntel und Taschen zu verkaufen.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Wetter.  Senior erkennt schnell die Masche des Unbekannten. Täter rast im schwarzen VW Polo mit Dortmunder Kennzeichen davon.

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Mäntel und Taschen, sorgfältig verpackt in Plastiktüten, gelagert auf dem Rücksitz eines kleinen, schwarzen VW Polos, wollte ein Unbekannter am Mittwochmorgen einem 81-Jährigen Wetteraner anbieten – ohne Erfolg. Denn der Senior erkannte den Betrug noch rechtzeitig und möchte nun seine Mitmenschen davor warnen.

Der Vorfall ereignete sich gegen halb elf in der Königsstraße, Ecke Harkortstraße. „Ich lief gerade auf dem Bürgersteig entlang. Da hielt plötzlich ein Auto an, und der Fahrer rief: Hallo, wie geht es dir?“, erinnert sich Horst Fischer. Der Wetteraner kannte den jungen Mann, der gebrochen Deutsch sprach, jedoch nicht. „Er erzählte mir, dass seine Familie nun in Italien sei und er einen neuen Job in Düsseldorf habe. Dabei hatte er ein Dortmunder Kennzeichen.“ Das kam dem 81-Jährigen komisch vor. „Ich sollte mich zu ihm ins Auto setzten. Er hätte einen Mantel für meine Frau“, sagt er. Doch Horst Fischer blieb auf der Straße stehen und sagte, er habe kein Geld bei sich. „Du musst doch Geld bei dir haben“, rief ihm der Unbekannt daraufhin zu. Doch der Senior verneinte die Frage.

Schnell zog der Fahrer die Seitentür wieder zu und fuhr davon. „Das ging alles so schnell, da konnte ich mir leider kein Kennzeichen merken“, so Fischer, der den Vorfall gleich bei der Polizei meldete. „Ich möchte andere Menschen warnen, bevor sie Opfer von solchen Betrügern werden“, sagt der Senior.

Nicht in Gespräche verwickeln lassen

Sonja Wever, Pressesprecherin bei der Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis, kennt diesen Trick. „Er ist ähnlich dem Enkeltrick. Einige Betrüger versuchen es auch mit Schmuck oder anderen Angeboten, ihrer späteren Opfer anzulocken. Dabei geht es nicht nur um ältere Menschen. Sie versuchen es überall“, sagt sie. Doch sei diese Art des Betrugs für sie nichts neues. „Die ist seit vielen Jahren schon NRW-weit bekannt und eigentlich schon fast am Aussterben. Die Betrüger versuchen, mit persönlichen Gesprächen eine Grundvertrauensbasis zu schaffen“, so Wever.

Sie rät daher, sich von den Fremden nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen und die Personen möglichst zu ignorieren. „Auch sollte man keinerlei Sachen aus einem Kofferraum oder von der Rückbank eines Fahrzeugs kaufen. Das kann nicht seriös sein“, so Wever weiter. Betrugsopfer sollten zudem schnellstmöglich die Polizei alarmieren – so wie Horst Fischer, der froh ist, den Betrug rechtzeitig erkannt zu haben.

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